Bundesliga

Hummels bangt um seinen Ruf: „Wunderkind“ Moukoko in den Startlöchern

04. November 2020, 10:51 Uhr
Foto: dpa

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Für Youssoufa Moukoko hat das Warten bald ein Ende. Das Sturmtalent von Borussia Dortmund wird am 20. November 16 Jahre alt und darf dann auch in der Bundesliga auf Torejagd gehen.

Mats Hummels bangt um seinen neuen Ruf. Mit insgesamt drei Treffern in den Ligaspielen gegen Schalke 04 und bei Arminia Bielefeld mutierte der Abwehrchef von Borussia Dortmund zum Torjäger. Doch Gefahr droht aus den eigenen Reihen. Youssoufa Moukoko, das jüngste Mitglied im BVB-Talenteschuppen, feiert am 20. November seinen 16. Geburtstag und darf dann in der Bundesliga auf Torejagd gehen.

„Ich muss mir einen Vorsprung erarbeiten, bis du 16 wirst“, hatte Hummels nach seinem Doppelpack auf der Alm bei Instagram auf einen Eintrag Moukokos geantwortet. Dieser hatte zuvor unter ein Bild von Hummels in Jubelpose „Mats Moukoko Hummels“ geschrieben und damit für reichlich Lacher gesorgt.

Der witzige Schlagabtausch beweist, Moukoko mischt bei den Großen schon voll mit. Von seinem Können überzeugen sich seine künftigen Mitspieler schon regelmäßig im Training. Seine 13 Tore in vier Pflichtspielen bei der U19 lassen die Erwartungen an das „Wunderkind“ weiter wachsen.

Dass Trainer Lucien Favre Moukoko einen Tag nach dessen Geburtstag mit dem Bundesliga-Debüt beim Gastspiel bei Hertha BSC das passende Geschenk machen wird, ist zumindest zweifelhaft. „Wir haben uns danach gesehnt, dass er bei den Profis reinschnuppern kann. Aber wir müssen ihm die nötige Ruhe und Zeit geben“, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl im SID-Interview.

Damit liegt der Ex-Profi auf einer Linie mit Hans-Joachim Watzke. „Wir sollten sie nicht mit Erwartungen überfrachten. Wir haben gewisse Vorstellungen, was daraus werden könnte, aber wir wissen auch, dass man den Jungs jetzt erst mal ein bisschen Freude am Fußball lassen muss“, sagte der Geschäftsführer über Moukoko und Jude Bellingham (17) und warnte: „Es gibt auch mal Rückschläge.“

Diese gab es in den vergangenen Jahren bei Moukoko nicht - ungeachtet der zuletzt gegen ihn gerichteten Beleidigungen und Drohungen nach seinen drei Toren im U19-Revierderby bei Schalke 04.

Im Sommer 2016 lockte der BVB den gerade Elfjährigen vom FC St. Pauli nach Dortmund. In den U-Mannschaften wurde er dreimal Torschützenkönig in den jeweiligen Ligen. „Er ist viel besser als ich mit 15“, stellte Erling Haaland schon im Trainingslager im Schweizer Bad Ragaz im Sommer fest.

Daher meldete der BVB Moukoko über die B-Liste auch für die Champions League. Er könnte damit sogar zum jüngsten Spieler in der Königsklasse werden. Beim Gruppenspiel gegen den FC Brügge am 24. November wird Moukoko 16 Jahre und vier Tage alt sein. Jüngster Spieler der Champions League ist seit 1994 der Nigerianer Celestine Babayaro (RSC Anderlecht, 16 Jahre und 86 Tage). sid

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05.11.2020 - 11:23 - asaph

Mal sehen, wer in der langen Zeit ohne Zuschauer überhaupt überleben wird?!
Ich hoffe nur die Clubs, die auf ein vernünftiges Gehaltsniveau zurückkommen.
Und da werden Dortmund und Bayern nicht dabei sein...
Corona wird uns noch über Jahre erhalten bleiben, dann werden wir es sehen...

04.11.2020 - 20:31 - frankiboy5l

Feuilleton oder doch Bravo, wenn´s die noch gibt.