Im letzten Jahr gewann der Landesligist VfB Frohnhausen überraschend die Hallenstadtmeisterschaft. Im Elfmeterschießen hatten sie gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen den längeren Atem. In diesem Jahr sind sie definitiv kein Geheimtipp mehr. Doch wie stehen die Chancen auf eine Titelverteidigung? Reviersport hat mit VfB-Trainer Issam Said gesprochen. 

Halle Essen

Holt der Titelverteidiger VfB Frohnhausen den Doppelpack?

Niclas Scheidt
12. Januar 2020, 15:49 Uhr

Foto: Tillmann

Im letzten Jahr gewann der Landesligist VfB Frohnhausen überraschend die Hallenstadtmeisterschaft. Im Elfmeterschießen hatten sie gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen den längeren Atem. In diesem Jahr sind sie definitiv kein Geheimtipp mehr. Doch wie stehen die Chancen auf eine Titelverteidigung? Reviersport hat mit VfB-Trainer Issam Said gesprochen. 

Neun Punkte in der Vorrunde, sieben Punkte in der Zwischenrunde und das Ticket für die Endrunde. Die Löwen aus Frohnhausen gehen durch die Runden wie ein warmes Messer durch Butter. Doch die Konkurrenz ist groß, das weiß auch Cheftrainer Issam Said und wird sogar konkret: „Für mich sind der FC Kray und Blau-Gelb Überruhr die beiden Topfavoriten. Aber auch der ETB ist stark. Das sind für mich die drei Teams, die wahrscheinlich am Ende oben stehen werden.“


Außenseiter-Status adé

Im vergangenen Jahr konnte der VfB Frohnhausen noch von seinem Underdog-Status profitieren. Mit viel Kampf und Willen arbeiteten sich die Löwen von Runde zu Runde. Den Ruf des harmlosen Landesliga-Aufsteiger haben sie schon lange nicht mehr. Jetzt haben den VfB alle auf dem Zettel: „Wir sind der Titelverteidiger. Bei uns gibt jeder Gegner 15 Prozent mehr als wir. Gegen den Titelverteidiger wachsen die Spieler natürlich über sich hinaus. Doch im Endeffekt liegt es an uns.“

Kein hoher Druck für die Löwen

Said ist bereits seit acht Jahren Cheftrainer bei den Frohnhauser Löwen. Sein größter Erfolg war bisher der Aufstieg in die Landesliga im Sommer 2018. Trotz des möglichen Doppelpacks versteift sich Said nicht auf den Sieg: „Das Turnier hier ist mir sehr wichtig, ich bin gerne in der Halle. Aber am Ende ist es auch kein Beinbruch, hier auszuscheiden. Denn wir haben schon einmal gewonnen, das war ein riesiges Erlebnis.“

Dass es aber eine wahre Mammut-Aufgabe wird, weiß der 42-Jährige auch: „Wir müssen uns echt steigern. Wenn die Mannschaft das tut und eine gute Physis an dem Tag hat, dann kann alles passieren. Für mich ist wichtig, dass wir unter die besten Acht kommen, um dann am Sonntag über uns hinauszuwachsen.“ 

Denn Said weiß, dass es am nächsten Sonntag nicht nur auf die Qualität ankommt: „An dem [Final]-Sonntag zählt nicht nur die spielerische Qualität, sondern auch die Physis. Im letzten Jahr sind wir eben durch diese Physis Hallenmeister geworden, weil wir einfach mehr wollten.“ 


Wie viel die Frohnhauser Löwen wollen, können die Zuschauer am kommenden Samstag in der Endrunde sehen. Der VfB Frohnhausen ist in diesem Jahr nicht der Favorit auf den Titel. Das waren sie im letzten Jahr auch nicht. Der Rest ist bekanntlich Geschichte. 

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