Es hat nicht lange gebraucht: Die DFL hat auf das Video von Herthas Salomon Kalou reagiert. Und Klartext gesprochen. 

BL

Handschläge im Facebook-Video: DFL empört über Verhalten von Kalou

04. Mai 2020, 17:20 Uhr
Salomon Kalou steht unter Druck. Die DFL hält nichts von seinem Video (Foto: firo).

Salomon Kalou steht unter Druck. Die DFL hält nichts von seinem Video (Foto: firo).

Es hat nicht lange gebraucht: Die DFL hat auf das Video von Herthas Salomon Kalou reagiert. Und Klartext gesprochen. 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat äußerst verärgert auf das Facebook-Video von Hertha-Stürmer Salomon Kalou reagiert. „Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel“, schrieb der Ligaverband bei Twitter: „Hierfür kann es keine Toleranz geben – auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben.“

In einem selbst aufgenommenen Facebook-Livevideo vom Montagmittag ist der Ivorer dabei zu sehen, wie er auf dem Vereinsgelände und in der Kabine einige Mitspieler und Mitarbeiter des Klubs per Handschlag begrüßt. Somit verstieß er mutmaßlich gegen die Abstandsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Für die DFL kommt das Video zur absoluten Unzeit, Kalou erwies der Fußball-Bundesliga damit mitten in der Diskussion über einen Wiederbeginn möglicherweise einen Bärendienst.


Die 36 Profiklubs hoffen auf eine Fortsetzung der ersten beiden Ligen noch im Mai, dafür wurde ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet. Auf Basis dieses Dokuments sollen die Bundesregierung und die Länderchefs am Mittwoch über einen Wiedereinstieg in die Saison beraten.

In Kalous Video ist zudem zu sehen, wie ein Hertha-Mitarbeiter einen Abstrich bei Innenverteidiger Jordan Torunarigha nimmt. Der Mitarbeiter ruft am Ende des 25-Minuten-Streams: „Sala, lösch das Video, bitte!“ Der Verein war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga ruht seit Mitte März. Nach SID-Informationen plant die DFL für eine Wiederaufnahme am 15. Mai. Am Freitag hatten drei positive Coronafälle beim 1. FC Köln Aufsehen erregt. In einer zweiten Testung waren alle Ergebnisse bei den Rheinländern negativ. sid


Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren