Schalke

Gross-Start auf Schalke: Wer Vorbild sein könnte - und wer nicht

Christian Woop
26. Dezember 2020, 16:09 Uhr
War eine Saison lang Trainer des FC Schalke 04: André Breitenreiter. Foto: Joachim Kleine-Büning

War eine Saison lang Trainer des FC Schalke 04: André Breitenreiter. Foto: Joachim Kleine-Büning

Bei Trainer-Debüts und in den ersten Arbeitswochen auf Schalke gab es in den vergangenen zehn Jahren Licht und Schatten. Ein Überblick.

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 will mit Christian Gross ins neue Jahr starten. Der 66 Jahre alte Schweizer Trainer wird nach Informationen dieser Redaktion Huub Stevens ablösen. Das nächste Pflichtspiel steht für S04 bereits am 2. Januar 2021 an. Gegner ist um 18.30 Uhr Hertha BSC. Gross soll dann schon auf der Bank sitzen - wie machten sich seine Vorgänger beim Debüt? Ein Überblick.

Manuel Baum blieb auf Schalke ohne Liga-Sieg (September 2020)

Manuel Baum bekam im ersten Auftritt als Schalke-Trainer gleich die gesamte Wucht des Offensivspiels von RB Leipzig ab. 0:4 hieß es am Ende. Es folgte ein 1:1 gegen Union Berlin. Einen Liga-Sieg gab es bekanntlich nicht zu feiern. Immerhin kam S04 im Pokal gegen Schweinfurt weiter.

Burgstaller traf bei Wagners Schalke-Debüt (Juli 2019)

Mit einem standesgemäßen 5:0 im Pokal gegen den SV Drochtersen Assel, bei dem Guido Burgstaller zweimal traf, begann die Amtszeit von David Wagner. In der Bundesliga gab es zum Auftakt ein 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach, ehe man dem FC Bayern 0:3 unterlag. Anschließend gelangen vier Siege in Folge: gegen Hertha BSC, Paderborn, Mainz 05 und RB Leipzig.

Huub Stevens rettete Schalke mit Sieg gegen BVB (März 2019)

Auf seiner Mission, Schalke 04 vor dem Abstieg zu bewahren, gelangen dem Altmeister nur zwei Siege in zehn Spielen - darunter aber das 4:2 gegen Borussia Dortmund, das dem BVB letztlich die Meisterschaft kostete.

Tedesco mit erfolgreichem Schalke-Debüt im Pokal (Juli 2017)

Domenico Tedesco spielte mit Schalke eine erfolgreiche Hinrunde. Höhepunkt: das legendäre 4:4 im Derby. Auch der Saisonstart lief nach Plan: drei Siege in vier Bundesliga-Spielen. Sein erster Auftritt mit den Königsblauen war ein 2:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Dynamo Berlin. Beide Tore erzielte Jewhen Konopljanka.

Schalke: Weinzierl gelang erst gegen Gladbach die Wende (Juli 2016)

Es war ein Horror-Start für Markus Weinzierl, der mit großen Ambitionen seinen Job auf Schalke angetreten hatte. Fünf Pleiten in Folge kassierte der Straubinger. Die Wende gelang mit einem 4:0 über Borussia Mönchengladbach. Die Torschützen: Leon Goretzka, Eric Maxim Choupo-Moting und Breel Embolo. Ja, das ist lange her.

Breitenreiter mit Top-Start bei Schalke (Juli 2015)

Das Gegenteil von Weinzierl. Der MSV Duisburg war in der ersten Pokal-Runde - Breitenreiters Premiere - keine Hürde. Und überhaupt: Von den ersten zehn Pflichtspielen ging nur eines verloren. Eine solche Bilanz würde aktuell von Christian Gross niemand verlangen.

Kellers Schalke-Debüt gegen Hertha BSC - wie Gross? (Dezember 2012)

Der Italiener übernahm am achten Spieltag von Jens Keller. Dem 2:0 zum Debüt in der Bundesliga gegen Hertha BSC ließ er ein 4:3 in der Champions League über Sporting Lissabon folgen. 2:0 gegen Hertha? Das würde auch Gross Anfang Januar unterschreiben.

Stevens mit Schalke in der Europa League (September 2011)

Schalkes Jahrhundertrainer Huub Stevens feierte bei seinem drittletzten Engagement bei S04 sein Debüt in der Europa League gegen Maccabi Haifa (3:1), anschließend gab es ein 2:1 beim Hamburger SV. Stevens' Bilanz: nur drei Niederlagen in 22 Spielen.

Ralf Rangnick spielte mit Schalke bei Inter Mailand (März 2011)

Ralf Rangnick hatte nicht lange Zeit, Schalke 04 auf eines der größten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte vorzubereiten. Am 21. März 2011 begann sein Engagement, am 5. April spielte S04 auf der großen Bühne beim 5:2 bei Inter Mailand in der Champions League groß auf. Davor musste Rangnick in der Bundesliga noch gegen St. Pauli ran (2:0). Am Ende der Saison gewann Schalke den DFB-Pokal.

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28.12.2020 - 11:14 - Schacht 7

@ easybyter

Keller war eigentlich kein schlechter Trainer auch vom Punkteschnitt ich glaube irgendwas mit 1,78 Pro Spiel, der drittbeste Schnitt aller S04 Coaches. Aber im Pokal sind wir als Favorit dreimal hintereinander früh ausgeschieden und das war natürlich ein Fressen für die Medien. Der Spieler Etat war der zweithöchste der Liga deshalb waren die Ansprüche auch sehr hoch aber so ist das Geschäft siehe Lüdenscheid. Trainer kommen und gehen Freiburger Verhältnisse sind selten im Profi Sport.

Glück Auf

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28.12.2020 - 00:25 - Schalker1965

27.12.2020 - 12:30 - easybyter

"So war Keller, der mit Schalke durchaus erfolgreich war, als "Gesicht der Niederlage" bezeichnet worden, bevor er noch beweisen konnte, dass er ein guter Trainer ist. Er bekam von gewissen Medienkreisen keine Chance."

Es wäre allerdings die Aufgabe des Vorstands und der Clubführung - also insbesondere eines gewissen Herrn Clemens Tönnies - gewesen, sich uneingeschränkt zu diesem - auch aus meiner Sicht sehr erfolgreichen - Trainer zu bekennen. Und nicht etwa die böse Presse, sondern vielmehr genau dieser Fleischtechniker aus Rheda-Wiedenbrück war es, der Keller dann bei erstbester Gelegenheit feuern und durch den "CL-Gewinner Trainer" Di Mateo ersetzen ließ. Also mein lieber easybyter, immer schön bei den Fakten bleiben. Die häufig auf Stimmungmache fokussierte Medienarbeit soll hier jedoch nicht in Schutz genommen werden. Die (Fehl-) Entscheidungen treffen die Vereine aber immer noch selbst.

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27.12.2020 - 20:13 - soso

der ABreit.... wäre der richtige Mann
.... ziel - u leistungsorientiert sowie fachlich kompetent mit praxiserfahrung


er kann im sommer kommen - dann gehts wieder aufwärts

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27.12.2020 - 15:27 - Grattler

Im Zecken Land ist der Kevin für jedermann ein Vorbild. Daran sollte sich der neue Trainer (eventuell Gross) aber nicht orientieren, der Weg zur Toilette ist bei uns ausgeschildert und Mülleimer für Döner haben wir auch.

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27.12.2020 - 14:29 - lapofgods

Horst Franz & Diethelm Ferner, Dietmar Schwager & Fahrudin Jusufi, Sigfried Held & Jürgen Sundermann taugen da eher als Vorbilder.

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27.12.2020 - 12:30 - easybyter

@Schacht7
Ich teile Ihre Meinung bezüglich gewisser Medien, habe wegen des ständig sinkenden Niveaus mein Abo bei der WAZ schon vor langer Zeit gekündigt. Es ist in gewissen Medien üblich, das Urteil schon zu fällen, wenn die Leute ihren Dienst noch gar nicht angetreten haben. So war Keller, der mit Schalke durchaus erfolgreich war, als "Gesicht der Niederlage" bezeichnet worden, bevor er noch beweisen konnte, dass er ein guter Trainer ist. Er bekam von gewissen Medienkreisen keine Chance. Ähnlich ging es seinerzeit Berti Vogts, der mit der Nationalmannschaft immerhin Europameister geworden ist. Der sagte einmal: "Wenn ich über das Wasser laufen würde, dann schrieben diese Jounalisten: "Guck mal, der Vogts kann noch nicht einmal schwimmen". So wird Stimmung gemacht, da macht der RS keine Ausnahme. Immerhin kann man hier immer noch seine Meinung schreiben, was ja bei anderen Onlinemedien nicht möglich ist. Ich hoffe natürlich auch auf ein erfolgreicheres 2021, bin allerdings auch skeptisch nach dieser langen Durststrecke. Glück Auf!

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27.12.2020 - 12:25 - S04Fs71!

Der Trainer Groß sollte den notwendigen Respekt bekommen und nicht schon vorher mit unpassenden, weil unverhältnismäßigen Vergleichen bedacht werden.

Allerdings eine Anmerkung erlaube ich mir noch:
Der Trainer André Breitenreiter ist auf Schalke auch nie mit dem notwendigen Respekt begleitet worden.
Nach seiner unfreiwilligen und kaum mit mangelnder Leistung zu begründenden Demission habe ich auf Schalke keine spielerische Weiterentwicklung mehr erkennen können.
Wie der am letzten Spieltag 2015/16 mit 4:1 in Hoffenheim triumphiert hat und sich trotz vorheriger Entlassung durch den großmannssüchtigen Manager Heidel nicht hat hängen lassen, war großer Sport und charakterlich einwandfrei!
Seine Ablösung habe ich nie verstanden!

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27.12.2020 - 11:20 - Schacht 7

* schießt

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27.12.2020 - 11:16 - Schacht 7

Gross auf Schalke: Wer Vorbild sein könnte oder nicht

Vorbild ist eine Person oder Sache, die als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinne ist Vorbild eine Person, mit der ein meist junger Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen versucht.

Die WAZ gibt den unqualifizierten Text vor und ihr Anhängsel Revier Sport übernimmt, ist ja ein Verlag. Der Mann hat noch nicht einmal angefangen "Auf Schalke" , ist weder bestätigt worden durch die Verantwortlichen, doch der Bauer Verlag schließt jetzt schon die ersten Breitseiten.
Guter Journalismus sieht anders aus. Die fehlenden Einnahme Quellen durch die Abonnenten Spiegeln mittlerweile das Niveau des Verlages wieder.

Christian Gross 66 Jahre ist der von vielen erwartete Routinier auf dem Posten des Schalker Cheftrainers. Der Schweizer gilt als Mann mit harter Hand für viele genau das, was der S04-Kader derzeit braucht.
8 Meisterschaften mit Basel und Zürich sind ein Indiz dafür das er keine Notlösung ist. Von 2009 bis 2010 hat er für zehn Monate beim VfB Stuttgart die Schwaben aus der Abstiegszone bis in die Europa League geführt. Das Verlangen wir blauen gar nicht, ein Nichtabstiegs Platz reicht diese Saison vollkommen aus. Danach folgt die Umstrukturierung und der nächste Schritt nach vorne wird getätigt.


Glück Auf Schalker! Und auf ein erfolgreicheres Jahr 2021 sportlich gesehen.....

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27.12.2020 - 09:49 - woki04

ach der "liebe" Großkotz,
der schießt doch aktuell auf allen "Kanälen" gegen S 04

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26.12.2020 - 20:43 - IchDankeSie1907

Jetzt noch Kevin Großkreutz verpflichten und der Laden läuft wieder.

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26.12.2020 - 20:25 - UNVEU

Wo bleibt denn der nächste aufgearbeitete Beitrag über Robin Gosens und seinen Lieblingsverein Schalke? Ist schon eine Zeit her das RevierSport über das Thema geschrieben hat

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