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Ex-S04-Profi: "Podolski wechselt zum FC Schalke 04 Polens"

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Tomasz Hajto (links) und Lukas Podolski im September 2015.
Foto: firo

Seit dieser Woche steht fest, dass Lukas Podolski seine aktive Karriere in seinem Heimatland Polen fortsetzen wird. Er erfüllt sich mit dem Wechsel zu Górnik Zabrze einen persönlichen Traum und bei dem 14-maligen polnischen Meister zeigt man sich begeistert. Was ihn in Zabrze erwartet, weiß ein ehemaliger Schalke-Profi nur zu genau.

Die Katze ist aus dem Sack: Nach dem 1. FC Köln, Bayern München, FC Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe und Antalyaspor führt Lukas Podolski seine Karriere in Polen bei Górnik Zabrze fort. [article=525969]RevierSport berichtete über diesen Wechsel[/article]. Am Donnerstag folgt die offizielle Poldi-Vorstellung im Stadion des Bergarbeiter-Klubs.

Der 36-jährige Fußball-Weltmeister von 2014 ist nur zehn Kilometer von Zabrze geboren und seit Kindesbeinen ein großer Górnik-Fan.

Was Podolski in Zabrze erwarten wird, weiß Tomasz Hajto (48) sehr genau. Der ehemalige Bundesligaprofi des FC Schalke 04 und 62-malige polnische Nationalspieler stand gleich zweimal - 1993 bis 1997 und 2007 bis 2009 - bei Górnik Zabrze unter Vertrag. Bei seinem zweiten Engagement war Hajto, ähnlich wie Podolski, auch schon 35 Jahre alt. RevierSport hat mit dem ehemaligen eisenharten Verteidiger über den Podolski-Wechsel gesprochen.

Tomasz Hajto, was ist nach dem Podolski-Deal aktuell in Polen los? Einiges (lacht). In unserer Ekstraklasa hat noch nie ein Fußball-Weltmeister gespielt. Lukas Podolski ist der erste Weltmeister in unserer Liga und das wird wahrscheinlich auch sehr lange noch so bleiben. Im Internet, in den Zeitungen, auf der Straße: jeder, der sich für Sport interessiert, spricht über diesen Transfer. Es ist für polnische Verhältnisse wohl der größte Deal, was einen Klub aus unserer nationalen Liga angeht.

Sind Sie persönlich von diesem Wechsel überrascht? Nein. Ich habe immer gehofft, dass es dazu kommt. Lukas hat ja oft betont, und das noch vor neun oder zehn Jahren, dass er mal bei Górnik Zabrze spielen will. Er hat Wort gehalten. Respekt dafür. Das macht nicht jeder. Er hat aber seinen Worten Taten folgen lassen.

Was glauben Sie: warum macht er das? Irgendwo will er sich einen persönlichen Traum erfüllen. Er kommt ja aus Oberschlesien, aus der unmittelbaren Nähe von Zabrze. Viele in seiner Familie sind Górnik-Fans. Auf der anderen Seite wird er sicherlich auch einige Geschäftsideen in Polen verwirklichen wollen.

Und Górnik: Was hat der Klub von diesem Transfer? Sehr viel! Im Marketing wird die Hölle los sein. Schon allein die Trikotverkäufe werden sich wahrscheinlich sehr rentieren. Das wird ein gutes Geschäft. Davon bin ich überzeugt. Und sportlich? Wenn Podolski topfit ist, wird er in der Ekstraklasa auch seine Tore schießen. Aber er muss natürlich auch wissen, dass die Leute, die Fans große Erwartungen an ihn haben werden. Damit muss er klarkommen. Aber wem sage ich das: Lukas Podolski ist Weltmeister, Deutscher Meister, hat in anderen Ligen Titel gewonnen und 130 Spiele für Deutschland absolviert. Er wird schon mit dem Druck in Zabrze zurechtkommen.

Wie kann man den neuen Verein von Lukas Podolski beschreiben? Es ist ein großer polnischer Klub, der 14 Meisterschaften gewonnen hat. Nur Legia Warschau ist noch erfolgreicher. Zabrze ist eine Arbeiterstadt, Górnik ein Bergarbeiter-Klub. Das kann man schon sehr gut mit Gelsenkirchen und dem FC Schalke vergleichen. Ich würde sogar sagen, dass Podolski zum FC Schalke 04 Polens wechselt. Die Fans sind immer da, sie sind wunderbar. Sie halten dem Verein immer die Treue - wie auf Schalke. Sie sind positiv verrückt und bekloppt (lacht). Ich glaube, dass Podolski sehr gut zu diesem Klub passt. Er ist auch einer, der das Herz auf der Zunge trägt und ein lockerer Typ ist. Die Fans werden ihn lieben. Und vielleicht schafft es Górnik mit Podolski, mit der Euphorie wieder oben mitzuspielen. Sie haben mit Jan Urban auch einen sehr guten Trainer geholt, der menschlich Top ist. Wir werden jetzt alle die Ekstraklasa mit Spannung verfolgen - auch viele Fußball-Fans in Deutschland.

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