3. Liga

Ex-KFC-Kapitän Schorch in Saarbrücken aussortiert

05. Januar 2021, 11:33 Uhr
Christopher Schorch nach seinem verwandelten Elfmeter gegen den Karlsruher SC. Foto: dpa

Christopher Schorch nach seinem verwandelten Elfmeter gegen den Karlsruher SC. Foto: dpa

Christopher Schorch soll sich einen neuen Verein suchen. Der ehemalige Uerdinger und Duisburger spielt beim 1. FC Saarbrücken keine Rolle mehr.

Im Vorjahr war er noch gefeierter Aufstiegs- und Pokalheld, nun spielt er in den Planungen des 1. FC Saarbrücken keine Rolle mehr und soll sich einen neuen Verein suchen. Die Rede ist von Christopher Schorch. Der frühere Jugendspieler von Real Madrid, wurde am Wochenende zusammen mit fünf weiteren Spielern - Mergim Fejzullahu, Jonas Singer, Rasim Bulic, Marius Köhl und Téo Herr - vom Verein freigestellt und trainiert separat.


"Natürlich ist man traurig, schließlich hatten wir ein unfassbar erfolgreiches Jahr 2020", sagte der 31-Jährige in der Saarbrücker Zeitung. "Der Trainer hat ein System, und darin sieht er mich nicht. Sowas passiert in fast jedem Verein", gab er sich trotzdem fair. 

Schorch kam mit Saarbrücken ins Pokal-Halbfinale

Vor einem halben Jahr war diese Entwicklung wohl noch nicht abzusehen. Schorch, der im Sommer 2019 vom KFC Uerdingen nach Saarbrücken wechselte, gehörte bei den Saarländern zum unumstrittenen Stammpersonal in der Innenverteidigung. Er hatte erheblichen Anteil am Aufstieg des FCS sowie dem sensationellen DFB-Pokal-Lauf, der den Verein als ersten Regionalligisten überhaupt ins Halbfinale führte, wo Saarbrücken damals Bayer Leverkusen unterlag. In der Zweitrundenpartie gegen den 1. FC Köln traf Schorch sogar zum 1:0, im Achtelfinale gegen den Karlsruher SC verwandelte er den entscheidenden Elfmeter.


Doch in dieser Saison stand der gebürtige Hallenser nur am ersten Spieltag gegen den VfB Lübeck 65 Minuten auf dem Rasen. Danach gehörte er nur noch drei Mal dem Kader an. Vor seiner Zeit in Saarbrücken führte Schorch Uerdingen in die 3. Liga, wo er phasenweise als Kapitän fungierte. Nach der Hinrunde 2018/2019 wurde er jedoch suspendiert. In der Saison 2014/2015 spielte er für den MSV Duisburg.

Homburg oder weiter 3. Liga?

Wie es für den Abwehrspieler nun weitergeht, ist noch unklar. Laut der Saarbrücker Zeitung hätten sich bereits sechs, sieben Vereine bei Schorch gemeldet. Regionalligist FC Homburg soll demnach ein Kandidat sein, aber auch Klubs aus der 3. Liga hätten vorgefühlt. Bis zum 1. Februar hat Schorch Zeit, einen neuen Verein zu finden. Dann endet das Transferfenster.

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05.01.2021 - 22:10 - das ailton

schorschi warum scheiterst du immer wenn du eigentlich bärenstarke spiele am Anfang ablieferst????
bei uns wird das Trainingslager in der Türkei unvergesslich bleiben;)))

05.01.2021 - 15:50 - Überdingen

Wir sind uns da vollkommen einig....Freunde der Fairness; )
Überdingens ein frohes neues auch von mir ....kommt spät....aber ich hab noch mit einigen Investoren gefeiert;)

05.01.2021 - 13:38 - Außenverteidiger

So ist und soll der Profisport sein Lappi. Wir sind im Wettbewerb und keiner Jammerplanwirtschaft mit Betriebssportgemeinschaften. Wichtig sind die Chancen. Die sollte jeder bis zum Winter ausreichend gehabt haben. Ist die Leistungsfähigkeit nicht gegeben, muss gehandelt werden. Dafür gibt's ein Ligensystem und Transferfenster.
Der Stärkere wird sich immer durchsetzen.

05.01.2021 - 12:25 - lapofgods

So viel zum Thema "Söldner". Die heiligen Vereine verhalten sich da mit ihrer Aussortiererei trotz laufendem Vertrag (die jede Aussicht auf Prämien nimmt) kein Stück ehrenwerter als die Quengelprofis, die Ihren Wechsel erstreiken wollen. Sie fördern sogar das Söldnertum. Jeder Profi ist daher gut beraten alles zu nehmen, was er anderswo kriegen kann. Wer weiß ob sie Dich hier morgen noch auch nur mit dem nackten Hintern angucken?

Die Liebe des Vereins und der Fans ist vergänglich, die sind die ersten, die die Dir in den Allerwertesten treten, wenn Du nicht zügig - idealerweise ohne Abfindung - Deinen Kaderplatz räumst um Platz für eine neue Attraktion im Stall zu machen.

05.01.2021 - 11:55 - Außenverteidiger

Manche Journalisten sind echt naiv. Natürlich erkennt man bei manchen Spielern, ob sie in einer Klasse tiefer Leistungsträger sind und höher Probleme bekommen. Die Vereine sind mehr als fair und geben fast allen Aufstiegshelden die Chance, sich eine Liga höher durchzusetzen. Hier wird deutlich, warum manche Spieler lieber vereinstreu in einer Spitzenmannschft spielen und lieber nicht aufsteigen. Ist wie bei jedem Arbeitsplatz. Man will das maximal verdienen und möglichst sicher arbeiten.