DFB-Pokal

"Ein besonderes Los": Düsseldorfer Reaktionen auf RWE

09. November 2020, 08:05 Uhr
Uwe Rösler hat großen Respekt vor Rot-Weiss Essen. Foto: firo

Uwe Rösler hat großen Respekt vor Rot-Weiss Essen. Foto: firo

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf muss in der 2. Runde des DFB-Pokals bei Rot-Weiss Essen antreten. Die Fortuna-Verantwortlichen haben gehörigen Respekt vor der Aufgabe beim Regionalliga-West-Tabellenführer.

Fortuna Düsseldorf musste in der ersten DFB-Pokal-Runde beim FC Ingolstadt ran. Beim Top-Team der 3. Liga gelang dem Zweitligisten aus der NRW-Landeshauptstadt ein knapper 1:0-Erfolg. In Runde zwei geht es eine Liga tiefer: zum Viertligisten Rot-Weiss Essen. Doch die Fortuna wird gewarnt sein. Der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga West schaltete in Runde eins Bundesligist Arminia Bielefeld mit 1:0 aus.

Dementsprechend respektvoll reagieren die Fortuna-Verantwortlichen auf das RWE-Los. "Das ist ein sehr interessantes Los. Ich erwarte ein Lokalderby mit vielen Emotionen. Es treffen zwei Traditionsvereine mit einer tollen Fankultur aufeinander, auch wenn wir diese wahrscheinlich leider nicht im Stadion sehen und hören werden. Es ist keine leichte Aufgabe, sie ist aber machbar, wenn wir sie voller Konzentration und Engagement angehen", wird F95-Cheftrainer Uwe Rösler auf der Fortuna-Homepage zitiert.

Uwe Klein, Sportvorstand des aktuellen Tabellen-13. der 2. Bundesliga, ergänzt: "Es ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Los, das Inka Grings und Peter Frymuth gezogen haben. Spiele gegen Rot-Weiss Essen waren in der Vergangenheit immer umkämpfte und emotionale. Bei dieser Partie ist es aber besonders schade, dass die Fans wahrscheinlich nicht dabei sein können. Unabhängig davon, wollen wir unbedingt eine Runde weiter kommen."

Vor fünf Jahren siegte die Fortuna in Essen erst im Elfmeterschießen

Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen haben in der jüngeren DFB-Pokal-Vergangenheit bereits Erfahrungen miteinander gesammelt. Vor fünf Jahren, in der Saison 2015/2016, gastierten die Landeshauptstädter ebenfalls als Zweitligist an der mit 17.500 Zuschauern ausverkauften Hafenstraße und zitterten sich im Elfmeterschießen mit 3:1 - nach 120 Minuten stand es 0:0 - gegen RWE weiter.

Nun geht es für Düsseldorf wieder als Zweitligist nach Essen. Die RWE-Spieler, die vor fünf Jahren bereits mit von der Partie waren, brennen bereits auf die Revanche.

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Kommentieren

09.11.2020 - 19:21 - Außenverteidiger

Ja, Rheini. Ist doch ein menschliches Verhalten sich zu kloppen, beleidigen usw. Die Erinnerung bildet die Romatik aus alten Tagen.
Reden wir von zivilisierten Verhaltensweisen, sind diese durch Gesetze definiert. Allerdings muss dafür eine Erziehung stattfinden. Somit wird bewusst menschliches Verhalten, in einen zivilisierten Rahmen gepresst.
Unmenschliches Verhalten gibt's beim Menschen nicht. Egal welche Tat verübt wurde, sie wurde vom Menschen begangen. :)

09.11.2020 - 14:51 - Anton Leopold

Wären Rösler und Klein ehrlich, würden sie nicht "interessant" sondern "undankbar" schreiben.

09.11.2020 - 14:50 - RWEimRheingau

Fanlager, menschliche Seite zeigen, Romantik pur!!! Kollege, Du hast so die bisschen wilderen Zeiten offensichtlich nicht mitgemacht, sonst würdest Du so nicht schreiben. Man, die Menschlichkeit war nie ein Thema zwischen Dummdorf und uns, weder bei den Balltretern noch bei den Fans und statt Romantik gab es auf die Fresse! Das wäre heute nicht anders, wenn die Fanlager ganz romantisch aufeinandertreffen würden.

09.11.2020 - 11:53 - Außenverteidiger

Ja, es ist wirklich ein besonderes Duell. Jedes Fanlager hätte seine menschliche Seite zeigen dürfen. Romantik pur. Die Fesseln der Zivilisation einfach für 90 Minuten ablegen und Emotionen zeigen, tut jedem Fan gut.