Dresdner versuchen MSV-Stadion zu stürmen

23.12.2018

2. Liga

Dresdner versuchen MSV-Stadion zu stürmen

Foto: firo

Vor dem Zweitligaspiel MSV Duisburg gegen Dynamo Dresden kommt es zu einem Großeinsatz der Polizei. Rund 200 Dresdener vorübergehend festgesetzt.

Das hatten sich die Fans des Zweitligisten Dynamo Dresden anders vorgestellt. Während der friedliche Teil der Anhänger aus dem Osten seine Mannschaft gegen den MSV Duisburg zum Sieg anfeuert, stehen rund 100 Chaoten unter besonderer Aufsicht der Polizei.

Grund dafür ist der versuchte Stadionsturm der Dynamo-Fans. Die Gruppe hatte versucht, sich der Körper- und Taschenkontrolle an den "Vereinzelungsanlagen" vor dem Stadion zu entziehen, teilt Polizeisprecherin Jacqueline Grahl auf Nachfrage mit. Nun würden die Personalien der Fans aufgenommen und gleichzeitig verbotene Gegenstände gesucht. Das Spiel dürfen die rund 200 betroffenen Dynamo-Fans dann auch nicht mehr sehen. "Ins Stadion dürfen die heute nicht mehr", so Grahl.

Dass sich ein Teil der Gästefans womöglich nicht an die Regeln halten wird, ist für die meisten Beobachter keine große Überraschung. „Dies ist ein Risikospiel. Wir werden mit einem Wasserwerfer und Reiterstaffeln vor Ort sein“, hatte die Polizei bereits im Laufe der Woche erklärt.

Dresdener Hooligans stürmten die Haupttribüne beim MSV Duisburg

Unschöne Erfahrungen mit der organisierten Fangemeinschaft aus Dresden machten sowohl die Duisburger Polizei als auch der MSV auch schon im Oktober 2014. Damals stürmten gut 100 vorwiegend vermummte und schwarz gekleidete Dresden-Hooligans vom Oberrang aus ein Tor und liefen über die Haupttribüne in Richtung MSV-Fankurve, damit auch durch den Familienblock, wo auch viele Kinder einen entspannten Nachmittag verleben wollten. Die Dresdener griffen auch die Berichterstatter zweier Rundfunksender an und versuchen, Jacken und Rucksäcke zu stehlen.

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Als Duisburger Anhänger als Reaktion auf den Tribünensturm auf die Dresdener zueilten, kam es zu Schlägereien, die mit dem Anrücken der Polizei kurz darauf endeten. Die Ordnungshüter geleiteten die beiden Anhängerlager in ihre Blöcke zurück. Es gab zwei Strafanzeigen. Autor: Sinan Sat

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