08.11.2018

VfL

Sam: "Leistungen wie diese sind mein Anspruch"

Foto: firo

Nach seiner guten Leistung gegen Fürth will Sidney Sam mit dem VfL Bochum gegen seinen Ex-Verein nachlegen.

Beim Auswärtsspiel in Fürth stand Sidney Sam in der Startelf des VfL Bochum - und zeigte eine starke Leistung, bereitete das 2:0 durch Lukas Hinterseer vor. Im Interview spricht der Angreifer über den späten Ausgleichstreffer, sein persönliches Auf und Ab und das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein Darmstadt 98. 

Sidney Sam, Sie und die Mannschaft haben harte Tage hinter sich. Die späten Ausgleichstreffer in den Spielen gegen Regensburg und Fürth haben die Fans ins Mark getroffen. Sie auch?
Sidney SamJa, absolut. Vor allem nach der souveränen ersten Halbzeit war die zweite Halbzeit in Fürth nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wissen alle, dass uns so ein Ausgleich in der Schlussminute nicht passieren darf. Wir sind eine erfahrene Mannschaft. Daran müssen wir arbeiten und das tun wir.

Sie sind ein erfahrener Spieler. Gibt es einfach Dinge, die nicht so einfach zu erklären sind, auch wenn der verletzungsbedingte Ausfall von Danilo Soares natürlich bitter war?
Natürlich, es ist einfach ärgerlich und schwer in Worte zu fassen. Auch der Ausfall von Danilo war sicherlich nicht der Grund, weshalb wir das Spiel noch aus der Hand gegeben haben. Es sind kleine Details, wo man vielleicht einen Schritt mehr machen muss, noch einmal kratzen muss. Wenn man das nicht bis zur letzten Spielminute tut, ist es in dieser Liga schwer. 

Fußball ist ein Auf und Ab. Nachdem Sie in Duisburg ihr erstes Tor erzielt haben, wurden Sie provoziert und danach des Feldes verwiesen. Danach waren Sie verletzt. Einige haben Sie schon abgeschrieben. Die Antwort haben Sie aber nun gegeben, als Sie gegen Fürth erstmals wieder in der Startelf standen und ihr vielleicht bestes Spiel im VfL-Trikot zeigten.
Klar die Rote Karte und die Verletzung haben mich natürlich etwas aus dem Rhythmus gebracht. Da haben sich meine Mitspieler in den Vordergrund gespielt. Da gehört es dann dazu, dass man auch mal auf der Bank sitzt. Ich konnte aber im Training intensiv an mir arbeiten. Irgendwann hat sich dann abgezeichnet, dass ich gut drauf war. Der Trainer wollte dann gegen Fürth frische Leute bringen. Ich wollte einfach unbekümmert und befreit aufspielen und hatte Bock auf das Spiel. Besonders in der ersten Halbzeit war es ein richtig gutes Spiel von mir. Klar, in der zweiten Halbzeit sahen wir alle nicht so gut aus. Aber Leistungen wie diese sind mein Anspruch und daran muss ich anknüpfen. Dann bin ich auf einem guten Weg, denke ich. 

Vor der Länderspielpause steht nun noch das Heimspiel gegen Darmstadt 98 an. Mit drei Punkten könnten Sie sich stabilisieren, zumal nach der Pause das nächste Heimspiel winkt. Die große Chance, noch einmal Anschluss zu finden und Versäumtes nachzuholen? 
Es wird sehr schwer gegen Darmstadt. Ich kenne die Mannschaft, habe dort selbst ein halbes Jahr gespielt. Ich kenne noch viele Spieler und weiß, wie sie ticken. Die Jungs fighten um jeden Ball, es geht viel über den Kampf. Im Training gibt es jede Menge Zweikämpfe. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir müssen den Kampf annehmen. Aber wir dürfen nicht unser spielerisches Element vergessen. Denn es zeichnet uns aus, dass wir auch spielerisch stark sind. Deswegen brauchen wir eine gute Mischung aus Kampf und Konzentration. Dann haben wir auch die Chance, den Sieg zu holen.

Auch wieder mit Sidney Sam in der Startelf? 
Das hoffe ich. Am Ende stellt der Trainer die Mannschaft auf. Und wenn er mich aufstellt, gebe ich natürlich Gas.

Autor: Günther Pohl

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09.11.2018 - 00:54 - Fanomalie

Sam ist ein Spieler der grade wegen seiner bekannten Klasse sehr genau beobachtet wird. Oftmals konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Zuletzt gegen Fürth spielte er in der 1.Halbzeit das was sich Viele von ihm erhofft haben. Es wäre schön öfter von ihm den Satz " Ich wollte einfach unbekümmert und befreit aufspielen und hatte Bock auf das Spiel."zu hören.

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