Das 102-Minuten-Spektakel zwischen Alemannia Aachen und dem Wuppertaler SV (0:1) hatte ein Nachspiel - auf der Pressekonferenz. Aachens Trainer Fuat Kilic pestete gegen die WSV-Spielweise.

"Beschämend"

Aachen-Trainer schießt gegen WSV

09. März 2019, 17:08 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Das 102-Minuten-Spektakel zwischen Alemannia Aachen und dem Wuppertaler SV (0:1) hatte ein Nachspiel - auf der Pressekonferenz. Aachens Trainer Fuat Kilic pestete gegen die WSV-Spielweise.

Wuppertals Trainer Adrian Alipour war nach dem 102-Minuten-Spektakel von Aachen stolz auf seine Schützlinge und überglücklich: "Das war unglaublich, ein wahnsinnig dreckiger Sieg. Es war ein Sieg der Moral, großes Kompliment an die Mannschaft. Wenn du am Ende noch 14 Minuten mit zwei Mann weniger spielst - das ist schon brutal. Du fragst dich, wann es klingelt. Wir haben den Vorsprung aber mit Mann und Maus verteidigt. Nach der Sieglos-Serie war das natürlich sehr wichtig." Der WSV ist zuletzt in fünf Begegnungen ohne Dreier geblieben.


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Ganz anders die Stimmungslage bei Alemannias Fußballlehrer Fuat Kilic. Der war nicht etwas sauer auf seine Mannschaft, die unzählige Großchancen vergab, sondern viel mehr auf die Wuppertaler und deren Spielweise. Denn die knapp zwölf Minuten Nachspielzeit kamen nicht von ungefähr, wie Kilic erklärte: "Ich muss immer noch tief Luft holen. Der Kollege nimmt das Wort dreckig in den Mund. Aber das hatte nichts mehr mit Fußball zu tun. Hier wurden immer wieder zweite Bälle in das Spiel geworfen, immer wieder wurde minutenlang auf dem Boden gelegen. Ehrlich: ich würde mich niemals mit dieser Art und Weise identifizieren."

Einmal in Rage legte Kilic nach: "Das Spiel wurde nicht ohne Grund so in die Länge gezogen. Da wird das Fair-Play mit Füßen getreten. Ich finde das beschämend nach meinen Werten, die ich auch versuche vorzuleben."

Seine sportliche Analyse fiel kurz und knapp aus: "Wir hatten genug Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden,. Wir haben es nicht geschafft, die Tore zu machen. Ich kann der Mannschaft kaum Vorwürfe machen, nur, dass wir das Tor nicht getroffen haben und uns manchmal einfach unnötig im Weg standen."

Autor: Krystian Wozniak

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12.03.2019 - 09:02 - Hagemeister

Die Aachener sind doch für Ihre unverschämtheiten bekannt. Hoffentlich steigen die insolvenzler nie mehr auf. Das tut denen richtig weh.

11.03.2019 - 12:53 - Brückenschänke

Sollte Herr Wozniak Lernfähigkeit zeigen? Würde mich freuen! Der Titel des Beitrages wurde jedenfalls geändert: Statt Achen Trainer pestet ...., jetzt Aachen-Trainer schießt gegen WSV.

10.03.2019 - 16:05 - Jünther, Jötz und Jürgen

#oecher

Der WSV hatte 4 verletzte Spieler, davon 3 schwere Verletzungen. Kreuzband, Faserriß und Handbruch. Zum Schluß waren noch 9 Mann auf dem Platz und dabei 2 aus der A-Jugend. Was sollen der WSV denn sonst noch machen das Aachen ein Tor erzielt?

Die Aachener heulen rum. Lagen da WSV Spieler auf dem Boden liegen und haben auf Zeit spielt? Penlicher geht es nimmer. Sonst gehts noch.

10.03.2019 - 12:53 - Cronenberger

Herr Kilic sollte mal ganz schnell vor der eigenen Türe kehren!!

Wenn seine Rumpeltruppe es nicht schafft, aus bestimmt 30 hochklassigen Chancen ein Tor zu machen und gegen 9 (!) Spieler den Ausgleich zu machen, ist das alleine schon ein Armutszeugnis!!

Ich habe alleine in den letzten 3 Jahren genug Spiele der Aaachener in Wuppertal gesehen, in denen sie genau dasselbe gemacht haben!!

Dazu kommt noch, daß der WSV seinen Torwart, der unnötigerweise noch einen vom Aachener Stürmer mitbekommen hat, jetzt aber einen Bänderriss hat, damit länger ausfällt und dementsprechend natürlich behandelt und ausgetauscht werden mußte, zum zweiten Viktor Maier mit Kreuzbandriß nach Foul eines Aacheners jetzt wochenlang ausfällt und nicht mehr ersetzt werden konnte.
Das (!) als Zeitschinderei zu bezeichnen, ist eine Unverschämtheit!
Dazu haben die Aachener von FairPlay sowieso noch nichts gehört und bei 2 (!) am Boden liegenden Spielern weiterspielte!

Desweiteren unterschlägt der RS hier besonders, daß die lange Unterbrechung durch die eigenen Aachener „Fans“ provoziert wurde und nicht durch Wuppertaler!

Auch Herr Kilic ist scheinbar der Meinung, das wäre wohl alles normal und gehöre dazu?!

Ich kann nur sagen, daß es ja nicht das erstemal ist, das Herr Kilic die Schuld an einer Niederlage nicht bei der eigenen Mannschaft und sich sucht, nach so einer Niederlage, sondern sich schon wiederholt als schlechter Verlierer zeigt!

Also liebe Aachener Fans und Herr Kilic, sucht die Aufarbeitung der Fehlleistung mal zuerst bei euch!

Und abschließend wird es wohl noch eine deftige Strafe gegen den Verein wegen der Würfe von Gegenständen und der Sppielunterbrechung geben!

Hätte es einen Abbruch gegeben, würde es sowieso keine Diskussion mehr geben, weil die Punkte eh weg gewesen wären!

Also, mal schön Stillschweigen!

Und Reviersport mal ausgewogen berichten!

10.03.2019 - 12:16 - Wupperstolz

Aachens Trainer Kilic ist einfach ein schlechter Verlierer.
Eine starke Leistung des WSV, wenn man über 75 Minuten in Unterzahl eine Führung verteidigt.

09.03.2019 - 23:19 - lapofgods

Das schöne Wort "pesten" habe ich hier gelernt. Offensichtlich hat der Reviersport exklusive Rechte an dem Wort, denn sonst verwendet es keiner.

09.03.2019 - 20:44 - oecher

Die eigene Chancenverwertung war natürlich eine Katastrophe,aben wenn sich im Minutentakt ein Wuppertaler ohne Fremdeinwirkung minutenlang am Boden wälzt,hat das nichts mehr mit Fussball zu tun

09.03.2019 - 20:20 - Gregor

Aachen ist mir mit Abstand symphatischer als Wuppertal. Aber in diesem Fall muss ich ganz klar sagen, dass der gute Herr Kilic mal die Kirche im Dorf lassen sollte. Wenn er sich darüber aufregt, dass die WSV-Spieler ständig am Boden lagen oder das öfter 2 Bälle im Spiel waren, ist er mehr als nur ein schlechter Verlierer. Diese Zeitschinderei ist von der Champions League bis zur Kreisklasse leider Gang und Gäbe. Wenn ich Schiri wäre, würde ich jede Unterbrechung konsequent mit der Stoppuhr messen und nachspielen lassen. Wie lange das Spiel dauert, liegt ja immer im Ermessen des Schiris. Besser noch, man sollte wie im Handball eine Netto-Spielzeit einführen. Schon hat sich das Problem erledigt. Dann könnte ein Spiel auch schon mal insgesamt 120 Minuten oder länger dauern, oder man verkürzt die Netto-Spielzeit.

09.03.2019 - 19:55 - Jünther, Jötz und Jürgen

#Oecher
Wie viel Chancen benötigt ihr denn noch, um gegen gegen 9 Mann ( davon 2 aus der A Jugend ) zu gewinnen.

War das jetzt Pech oder Unvermögen? Wenn der WSV 2 Eigentore gemacht hätte, wären die 3 Punkte am Tivoli geblieben, so eben nicht.

Fazit: Ihr könnt noch nicht mal gegen einen schutzigen Verein gewinnen. Wenn man den Gegner abschätzig bewertet, wirft dass doch eher ein erschreckendes Bild auf die eigene Mannschaft.

09.03.2019 - 19:11 - Wolves1963

Reviersport..Zensur wie bei den Großen

09.03.2019 - 19:07 - oecher

Das was Wuppertal nach dem Führungstreffer gespielt hat,hatte nichts mehr Fussball zu tun-im Minutentakt lagen die Wuppertaler am Boden um das Spiel zu verzögern—das hat beileibe nichts mit „Beton anrühren“ zu tun—Wuppertal ist und bleibt ein Dr....verein

09.03.2019 - 19:00 - Brückenschänke

"Pesten", das Niveau wird immer schlimmer, Herr Wozniak!

09.03.2019 - 18:45 - Wolves1963

Dieser Kommentar wurde entfernt.

09.03.2019 - 18:36 - van melk

Was stellt der sich denn vor ? Dass wir mit 9 Mann auch noch den Torwart raus nehmen und uns alle in den gegnerischen Strafraum stellen ? Wir brauchen die Punkte und da wird eben Beton angerührt.
Beschämend war , dass die öcher Gegenstände auf das Spielfeld geworfen haben.

09.03.2019 - 18:05 - am Zoo

Upps, der WSV vorne bei "RS" räusper, was geht????

09.03.2019 - 17:54 - Jünther, Jötz und Jürgen

Wenn man gegen 9 Mann kein Tor schießt und gefühlt 20 - 100% ige liegen lässt - beschwert man sich hinterher über die Spielweise des Gegners!?! Ist klar Herr Kilic. Zu viel Printen geknackt.

09.03.2019 - 17:45 - am Zoo

schlechter Verlierer …….

09.03.2019 - 17:39 - Ostwestfale

Die Werte, die Herr Kilic vorlebt, ist nicht mit Anstand verlieren zu können?