Das Feld ist 20 x 40 Meter groß, jedes Team spielt mit fünf Spielern und der Ball ist durch Rasseln hörbar – Blindenfußball gibt es auch beim VfB Gelsenkirchen.

Blindenfußball

"Wollen auch den Nachwuchs gewinnen"

28. Oktober 2009, 17:09 Uhr

Das Feld ist 20 x 40 Meter groß, jedes Team spielt mit fünf Spielern und der Ball ist durch Rasseln hörbar – Blindenfußball gibt es auch beim VfB Gelsenkirchen.

Die relative junge Sportart erfreut sich seit den Sommer-Paralympics im Jahr 2004 zunehmender Beliebtheit und seit zwei Jahren gibt es in Deutschland sogar eine Blindenfußball-Bundesliga, in der seit dem letzten Jahr auch eine Mannschaft des VfB 09/13 Gelsenkirchen. Unterstützt wird der Blindenfußball in Deutschland von der Sepp-Herberger-Stiftung und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband.

[infobox-right]Torhüter gesucht:
Wer den VfB Gelsenkirchen als Torhüter in der Blindenfußball-Bundesliga unterstützen oder Informationen über die Blindenfußball-Abteilung haben möchte, kann sich telefonisch an folgende Ansprechpartner wenden:
Bayram Dogan 0178-3885885 oder Holger Stäbel 0163-1572861.
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„Wir sind mit unserer Blindenmannschaft in den Verein integriert und absolvieren in den Sommermonaten manchmal gemeinsame Laufeinheiten mit den beiden Seniorenmannschaften“, erzählt Trainer Holger Stäbel und freut sich, dass die Blindenfußballabteilung so gut im Verein angenommen wird.

Normalerweise findet das Training allerdings in der Sporthalle statt, in der leider noch keine Tore vorhanden sind. „Die stellen wir uns im Moment nur vor“, erklärt Stäbel und fügt lachend hinzu: „Für die Blinden ist das kein Problem, für die Sehenden schon.“ Grundsätzlich werden alle Spieler mit einer Augenklappe ausgestattet, die mögliche Unterschiede in der Sehschädigung ausgleichen. Dirigiert werden die Spieler von sogenannten Guides, die hinter dem gegnerischen Tor positioniert sind und so einen Orientierungspunkt bieten.

Im Moment umfasst die kleine Blindenfußball-Abteilung zehn Mitglieder. Stäbel hofft allerdings, dass es bald mehr werden. „Wir suchen noch einen Torwart für die kommende Spielzeit, der übrigens der einzige Spieler ist, der nicht blind ist und freuen uns natürlich auch sonst über jeden, der sich bei uns anmeldet“, wirbt der Trainer für seine Mannschaft. Überhaupt ist es noch so, dass es im Blindenfußball ein Nachwuchsproblem gibt. Viele Kinder mit leichten Sehbehinderungen spielen in normalen Vereinen und wagen nicht den Schritt in den Blindenfußball. „Deswegen wollen wir in nächster Zeit eine Präsentation an der Focus-Schule in Gelsenkirchen durchführen, um Ängste abzubauen und das Interesse zu wecken“, beschreibt Stäbel das Vorhaben des Vereins.

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