Beim MSV Duisburg ist der Trainer der Star. Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990, dazu Europameister, Champions League-Gewinner, Uefa-Cup-Sieger und Deutscher Meister, um nur die wichtigsten Titel zu nennen, geht als Winner-Typ voran.

MSV - Anfang als Klassenerhalts-Experte

09. Januar 2006, 10:56 Uhr

Beim MSV Duisburg ist der Trainer der Star. Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990, dazu Europameister, Champions League-Gewinner, Uefa-Cup-Sieger und Deutscher Meister, um nur die wichtigsten Titel zu nennen, geht als Winner-Typ voran.

Beim MSV Duisburg ist der Trainer der Star. Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990, dazu Europameister, Champions League-Gewinner, Uefa-Cup-Sieger und Deutscher Meister, um nur die wichtigsten Titel zu nennen, geht als Winner-Typ voran.

MSV-Mittelfeldspieler Markus Anfang zeigt sich beeindruckt: "Wenn man sieht, was Jürgen Kohler in seiner Laufbahn alles erreicht hat, dann ist das kaum zu toppen."
Beim Stichwort Respekt merkt Anfang an: "Ich mache keinen Unterschied, ob mein Trainer erfolgreich war oder nicht, sondern versuche als Spieler das umzusetzen, was er vorgibt. Respekt vor dem Coach ist bei mir grundsätzlich vorhanden. Wir alle haben zusammen ein Ziel: Nämlich in der Liga zu bleiben. Dafür müssen wir alles geben."
Wie die Rettung zu schaffen ist, weiß Markus Anfang aus eigener Erfahrung. "Ich habe eine ähnliche Lage mit Fortuna Düsseldorf erlebt, seinerzeit hatten wir 1995/96 zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz gestanden und dann in der Restrunde über 40 Punkte geholt und konnten uns retten. Ich wurde damals als Amateurspieler in den Bundesliga-Kader hochgezogen."

Ein weiteres Beispiel: "In der Serie 2002/2003 hatten wir zur Halbzeit 13 Punkte mit dem 1. FC Kaiserslautern auf dem Konto, es sah ziemlich schlecht aus. Aber auch da haben wir es am Ende gepackt." Jetzt sollen aller guten Dinge drei sein, auch mit Duisburg will Anfang den Sprung aus der Abstiegszone vollziehen: "Jede Partie ist für uns ein Endspiel, wir müssen peu a peu Punkte sammeln, dürfen uns nicht auf Nebensächlichkeiten konzentrieren, sondern nur auf das Wesentliche."

Der Blondschopf merkt an: "Es gibt allerdings kein Konzept dafür, wie man in der Liga bleibt. Wenn das so wäre, würden es ja alle anwenden und sich retten. Alle müssen bei uns mitziehen, der Trainer wird vorangehen. Am Ende muss man sagen: Wir haben wirklich alles getan, alles versucht. Ob es reicht, werden wir sehen."

Was seine eigene Situation anbelangt, will der Ex-Tiroler wieder mehr in den Blickpunkt rücken als in der Hinrunde, wo er sein bestes Spiel im Pokal gegen 1860 München (2:3) ablieferte. "Man wünscht sich immer, das man von Beginn an in der Mannschaft ist. Ich kam teilweise in schlechten Phasen rein, dann lief es bei mir persönlich nicht. Ich hoffe, dass es in der Rückrunde besser wird."
Der frühere Schalker krempelt symbolisch die Ärmel auf: "Ich glaube nach wie vor fest an den Klassenerhalt. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen können. Dafür müssen wir allerdings nicht nur gegen direkte Konkurrenten, sondern auch gegen manchen Großen punkten. Diese Situation ist eine Herausforderung."

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