Die Düsseldorfer dürfen weiter feiern. Die Landeshauptstädter konnten auch gegen die TuS aus Koblenz ihre Heimstärke mit dem verdienten 1:0 untermauern.

Fortuna: Zweiter Sieg

Tor für den verstorbenen Opa

Christian Brausch
21. August 2009, 21:53 Uhr

Die Düsseldorfer dürfen weiter feiern. Die Landeshauptstädter konnten auch gegen die TuS aus Koblenz ihre Heimstärke mit dem verdienten 1:0 untermauern.

Dafür gab es einen anderen Spielfilm als gegen Paderborn. Da trafen die Düsseldorfer mit jedem Schuss. Gegen Koblenz war es bis zur Pause ein Düsseldorfer Scheibenschießen, aber „die TuS hatte die Latte und Keeper David Yelldell“, bilanzierte Fortuna-Coach Norbert Meier nach der Partie. Daher musste sich der Ex-Profi mit dem einen goldenen Treffer von Ranisav Jovanovic begnügen.
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Was auch bedeutete, dass gegen lange destruktive Gäste bis zum Ende gezittert werden musste, ehe der mehr als verdiente Erfolg vor 20.150 begeisterten Zuschauern im Sack war. Dementsprechend gab es auch zwei völlig unterschiedlich aufgelegte Trainer nach dem Match. Gäste-Coach Uwe Rapolder war bedient: „Es gab auf unserer Seite viel zu viele Fehlpässe. Die Aggressivität und die Konzentration hat gefehlt. Es wäre mehr für uns drin gewesen, wenn wir besser gespielt hätten.“

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Aber die Fortuna ließ – speziell ab Minute 20 – kaum etwas zu. Damit hat man mit sechs Punkten aus drei Partien den Auftakt hinbekommen, von dem die meisten geträumt haben. Ein zufriedener Meier betonte: „Wir hatten den Gegner gut im Griff und hatten vor dem Wechsel eine Vielzahl an Chancen. Das 1:0 zur Pause hat das Ergebnis sicher nicht richtig ausgedrückt.“ Daher hatte auch Meier noch Punkte, die er kritisieren konnte. „Wir müssen mehr Treffer erzielen. So kann man gegen die beiden Kuqis hinten schnell in Bedrängnis kommen. Die sind schwer zu verteidigen.“

Was Anderson und Hamza Cakir aber am Ende mit Bravour gelang. Und im Spiel nach vorne sah man einen starken zentralen Oliver Fink, der den verletzten Marco Christ glänzend vertrat. Meier: „Wir sind es ja gewohnt, Ausfälle zu kompensieren. Natürlich war Marco in einer bestechenden Verfassung. Aber ich habe nicht lamentiert, weil es sowieso nichts bringt. Bei uns dürfen die Leute nur nicht geballt ausfallen.“

Dann könnte es für den Aufsteiger eng werden, in Bestbesetzung hat die Truppe aber gezeigt, dass sie in der Klasse mithalten kann. Daher die Bilanz von Meier: „Wir haben uns das nötige Quäntchen Glück erarbeitet. Die Jungs haben viel investiert und eine super Reaktion auf die Niederlage in Berlin gezeigt. Man merkt, diese Truppe hat den unbedingten Willen.“

Und durch den Treffer von Jovanovic ist auch das kurz aufgekommene Thema der torlosen Zeit der Stürmer vorbei. Und Jovanovic hatte eine traurige Geschichte zum Siegtreffer zu erzählen. "Leider ist mein Opa heute gestorben. Ich habe es morgens erfahren. So ist das Leben, es muss weiter gehen. Ich habe ihm den Treffer gewidmet."

Autor: Christian Brausch

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