Nein, ein Kribbeln im Bauch verspürt Kevin Vogt vor der Abreise der Profis ins Trainingslager nicht mehr.

VfL: Kevin Vogt setzt den „Schnupperkurs“ fort

17 Jahr‘, blondes Haar

07. Juli 2009, 09:47 Uhr

Nein, ein Kribbeln im Bauch verspürt Kevin Vogt vor der Abreise der Profis ins Trainingslager nicht mehr.

Vogt selbstbewusst: „Ich war ja schon im Januar mit dabei und weiß daher, wie es abläuft. Deshalb kann ich es entspannt sehen.“
Der Schüler des Bochumer Lessing-Gymnasiums hat in den letzten Monaten einen gewaltigen „Karrieresprung“ gemacht. Denn nach dem Winter-Trainingslager in Campoamor hat Vogt auch einen Platz in der U18-Nationalmannschaft gefunden, in der Regionalliga mitgeholfen, den Klassenerhalt zu schaffen, und nebenbei - ausgerechnet im Derby gegen Borussia Dortmund - seinen ersten Bundesligaeinsatz absolviert. Vogt: „Das war schon ein sehr strammes Programm. Aber ich will nicht sagen, dass es zu viel war.“
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Natürlich nicht, denn der 17-Jährige, der eigentlich in der kommenden Spielzeit noch bei den A-Junioren kicken dürfte, will sich nicht mehr von der Überholspur abbringen lassen. Dabei musste er sich im Frühjahr sogar noch von Vereinsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer an beiden Leisten operieren lassen. „Ich habe keinerlei Beschwerden mehr“, gibt Vogt Entwarnung.

Bei den A-Junioren wird er in der kommenden Spielzeit wohl nur noch in Ausnahmefällen agieren. Dagegen ist er im Regionalliga-Team fest eingeplant. Und wann immer es die Schule zulässt, wird er im Training bei den Profis reinschnuppern. Vogt: „Ich habe beim VfL verlängert, weil ich hier spüre, dass der Klub auf mich setzt.“
Das macht offensichtlich auch DFB-Coach Frank Engel, der sich erst kürzlich erkundigte, wie es dem Bochumer Eigengewächs geht. „Er hat mir gesagt, dass ich mich im Verein anbieten soll. Dann werde ich auch im nächsten Monat eine Einladung zur U19-Nationalmannschaft erhalten“, erklärt Vogt. Doch bei allen fußballerischen Ambitionen will der Blonde auch in der Schule am Ball bleiben: „Den Realschul-Abschluss habe ich in der Tasche. Jetzt will ich auch noch das Abi bauen.“

Dass er in der abgelaufenen Spielzeit sowohl bei den Amateuren als auch bei den Profis den Klassenerhalt geschafft hat, war für ihn ein ganz wichtiger Schritt: „Wenn du so einen Stress am Ende erfolgreich hinter dich bringst, dann ist das eine Erfahrung, die dir keiner mehr nimmt.“

Doch die Saison 2008/09 wird er nicht allein unter Existenzkampf registriert haben. Zum Abschluss nämlich gab es für ihn sogar noch einen Titel. Im Finale des A-Junioren-Westfalenpokals siegte der VfL beim Nachbarn Schalke 04 mit 3:0. Vogt: „Das ist ein besonderer Titel. Ich habe mich tierisch für Dariusz Wosz gefreut, der uns das ganze Jahr so toll trainiert hat.“ Für den 17-Jährigen war es der zweite Jugendtitel. Vogt: „Mit der C-1-Jugend war ich schon mal Westdeutscher Pokalsieger. Damals ging es auch gegen einen Nachbarn. Wir haben den BVB mit 5:2 geputzt.“

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