Assauer will bei Schalke den Thron besteigen

16. März 2005, 16:35 Uhr

Wenn sein Vertrag bei Schalke 04 als Manager ausläuft, will Rudi Assauer Präsident bei den "Königsblauen" werden. "Diese Planung ist bereits mit den Vereinsgremien abgesprochen und abgesegnet", so Assauer.

Auf zu neuen Ufern: Nach Ablauf seines Drei-Jahres-Vertrages als Manager beim FC Schalke 04 will Rudi Assauer Präsident des Bundesligisten werden. "Es ist angedacht, dass ich nach diesen drei Jahren hier auf Schalke Präsident, das heißt, Vorsitzender des Vorstands werde und etwas kürzer trete. Ansonsten überlasse ich dann jüngeren Leuten das Feld. Andy Müller hat sich schon prima eingearbeitet. Im Oktober beginnt meine letzte Periode als Manager. Diese Planung ist bereits mit den Vereinsgremien abgesprochen und abgesegnet", erklärte der 60-Jährige in Sport Bild. Derzeit ist Gerd Rehberg Vorstandsvorsitzender der Königsblauen.

Assauers Klub S04 und Bayern München liefern sich ein spannendes Duell um die deutsche Meisterschaft 2005, doch "Bayern bleibt uns uns voraus", sagte der Manager: "20 Jahre Erfolg. Die haben doch eine völlig andere Ausgangsposition. Was ist denn bei uns in den letzten 20 Jahren passiert? Zweimal Pokalsieger, einmal den UEFA-Cup gewonnen - das wars. Deshalb hat Bayern noch immer die Nase vorn. Diesen Vorsprung werden wir auch innerhalb von ein paar Jahren nicht aufholen können."

Für die Zukunft gut aufgestellt

Assauer sieht die Königsblauen für die Zukunft dennoch gut aufgestellt: "Schalkes Vorteil ist: Uns gehören einschließlich gepachteter und Erbbaurechtsflächen rund eine Million Quadratmeter Grund und Boden. Wir haben hier eine Infrastruktur geschaffen, die kein anderer Klub in Deutschland aufweisen kann. Das ist unser Faustpfand."

Assauer hält sich bezüglich der Kritik von Bayern-Manager Uli Hoeneß hinsichtlich der Schalker Finanzpolitik zurück: "Es bringt nichts. Besser ist es, die Klappe zu halten und zum richtigen Zeitpunkt auf dem Rasen zuzuschlagen. Durch Quatscherei wirst du nicht Meister. Hoeneß kann ruhig weiter sein Zeugs erzählen."

In der Champions League drückt "Assi" den Bayern indes fest die Daumen: "Der deutsche Fußball ist ansonsten doch auf europäischer Bühne abgenibbelt. Auch wir im UEFA-Cup. Bayern muss als einziger Vertreter in der Champions League versuchen, dass wir in der Nationenwertung etwas aufholen."

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