Nach dem 0:0 bei der Zweitvertretung von Borussia Dortmund sah man doch einige entspannte Gesichter.

RWE: Noch 48 Monate bis zum Zweitliga-Comeback

"Raus aus der Schweineliga"

Oliver Gerulat
07. Juni 2009, 00:06 Uhr

Nach dem 0:0 bei der Zweitvertretung von Borussia Dortmund sah man doch einige entspannte Gesichter.

Nicht weil man nach den 90 Minuten vor über 5000 Zuschauern im Signal Iduna Park müde wäre, sondern vor allen Dingen, weil man die katastrophale Saison endlich zu den Akten legen kann. Abgesehen vom noch zu dokumentierenden Lernprozess. "Ehrlich, ich freue mich auf die Sommerpause, danach greifen wir mit neuem Elan wieder an. So geht es doch allen", redet Robert Mainka nicht um den heißen Brei herum. Sein ehrliches Fazit: "Nach so einer Spielzeit ist es schwierig, noch etwas Positives raus zu ziehen, es kann und muss definitiv besser werden. Daran wird der Klub alles setzen, wir werden am 1. Juli eine schlagkräftige Truppe auf dem Eis haben.

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Mike Wunderlich sah keinen Anlass, seinem Kollegen zu widersprechen: "Jetzt sind wir alle froh, dass so eine blöde Spielzeit vorbei ist. Nun müssen wir in der Pause alle die Köpfe frei kriegen, dann greifen wir wieder an, damit wir unser Ziel erreichen." Die Truppe und Teamchef Thomas Strunz haben nur einen Schuss, es geht darum, das vor knapp zwölf Monaten formulierte Konzept, RWE innerhalb von fünf Jahren wieder in der 2. Liga zu haben, mit Leben zu füllen. Ein Jahr ist bereits vorbei, es bleiben noch 48 Monate, die Uhr tickt. Wunderlich betont, dass sich einiges ändern muss: "Viel schlechter geht es nicht mehr als das was wir in der Rückrunde abgeliefert haben. Die Truppe weiß, dass es jetzt nur ein Vorhaben geben kann."

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Auch Sebastian Zinke vollzieht den Schulterschluss: "Ich bin froh, dass es vorbei ist. Die letzten Wochen waren bestimmt nicht einfach für uns, wir gehen gerne in die Pause." Sascha Mölders wird in irgendeiner Vitrine eine imaginäre Torjägerkanone stehen haben. "Sicherlich schön, ich hätte aber lieber zehn Tore weniger geschossen und wäre stattdessen aufgestiegen." Deshalb schüttelt er eher unwillig mit dem Kopf: "Wir haben alle gehofft, am letzten Spieltag ein Endspiel zu haben, das wäre schöner gewesen. So hat der BVB den Aufstieg verdient. Wir müssen in der nächsten Saison raus aus der Schweineliga."

Autor: Oliver Gerulat

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