Die Unruhe in Herne steigt von Tag zu Tag. Denn nach wie vor herrscht am „Schloss Strünkede“ absolute Planungslosigkeit für die neue Saison. Werder ein Trainer, geschweige denn Spieler wissen, wie es in Herne weitergeht.

Westfalia Herne: Lotte will Gebauer und Setzke, Bonn Badur

Planungslosigkeit nervt Schulz

30. April 2009, 15:05 Uhr

Die Unruhe in Herne steigt von Tag zu Tag. Denn nach wie vor herrscht am „Schloss Strünkede“ absolute Planungslosigkeit für die neue Saison. Werder ein Trainer, geschweige denn Spieler wissen, wie es in Herne weitergeht.

Und diese Hängepartie am Verhandlungstisch hat natürlich auch die Konkurrenz mitbekommen. Tim Gebauer steht beispielsweise auf der Einkaufsliste der Sportfreunde Lotte. Die Vertrags-Unterschrift soll nach Angaben aus dem Lotter Umfeld nur noch reine Formsache sein. Das gilt auch für Stürmer Martin Setzke. Doch der Stürmer hat zwischen Lotte und Preußen Münster die Qual der Wahl. André Badur steht indes auf dem Wunschzettel des Bonner SC.

Und auch die Zukunft von Frank Schulz ist völlig offen. Der Fußballlehrer hat nach wie vor einen heißen Draht nach Essen (RWE und ETB). „Aber die Westfalia hat auch mit mir gesprochen und möchte gerne mit mir weiterarbeiten“, berichtet der Coach. Doch der Ex-Profi möchte sich die ganze Sache erst noch durch den Kopf gehen lassen und hat sich zehn Tage Bedenkzeit erbeten. „Ich werde es mit meiner Familie besprechen. Denn ich möchte wissen, wie es beim SCW weiter geht“, fordert Schulz eine Perspektive und endlich Planungssicherheit mit den Spielern. „Dass mein Herz an der Westfalia hängt, ist ja klar. Doch es kann aber auch sein, dass ich im Sommer mal eine Pause einlegen werde.“
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/150-1165_preview.jpeg Hernes Coach Frank Schulz will endlich wissen, wie es mit der Westfalia weiter geht.[/imgbox]
Eine Auszeit legen die Akteure derweil ständig auf dem Platz ein. „Die Art und Weise wie wir auftreten, gefällt mir nicht“, kann auch der knappe 1:0-Sieg über Oestrich Schulz nicht beruhigen. Doch trotz der sportlichen Talfahrt der vergangenen Wochen hat der SCW noch Aufstiegschancen, wenn Düsseldorf II nicht hoch gehen darf. „Wenn ich unsere fußballerische Leistung sehe, müssen wir uns nicht mit dem Aufstieg beschäftigen“, winkt Schulz ab. „Erst wenn in diesem Bereich ein Aufwärtstrend zu erkennen wäre, kann man darüber noch mal nachdenken.“

Bis dahin hat der ehemalige nur einen Wunsch: „Wir müssen uns erst einmal stabilisieren, denn die Leistungen entsprechen nicht der Westfalia. Wir müssen versuchen, die Saison vernünftig zu beenden und mit den Planungen beginnen. Mehr kann man im Moment nicht machen.“

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