Innerhalb von 13 Minuten drei Tore als Einwechselspieler zu erzielen, ist eine schier unglaubliche Geschichte.
Doch dieses Kunststück ist Kölns Kevin Kruth beim 5:1 (1:1)-Sieg der Fortuna gegen Wattenscheid geglückt.

SGW: 1:5 in Köln - Helmig kann es nicht erklären

Kruths Dreierpack in 13 Minuten

21. März 2009, 13:36 Uhr

Innerhalb von 13 Minuten drei Tore als Einwechselspieler zu erzielen, ist eine schier unglaubliche Geschichte.
Doch dieses Kunststück ist Kölns Kevin Kruth beim 5:1 (1:1)-Sieg der Fortuna gegen Wattenscheid geglückt.

Der Youngster kam in der 77. Minute rein, traf mit seinem ersten Ballkontakt bereits nach 30 Sekunden zum vorentscheidenden 2:1 für die Hausherren und legte in der 83. und 90. Minute den vierten und fünften Treffer nach. „Ich hatte mit seiner Hereinnahme einfach ein goldenes Händchen“, strahlte SC-Coach Matthias Mink, der mit Kruth als Joker alles richtig gemacht hatte.

Denn so deutlich, wie es das Ergebnis aussagt, mussten die 09er bei den Kölner Südstädtern nicht baden gehen. Die SG hielt lange mit dem Favoriten mit und zeigte sich in der ersten Hälfte auch durch den Kopfballtreffer von Christian Beckers nicht geschockt - 1:0 (17.).

Denn als Dimitrios Ropkas seinen Kollegen Farat Toku bediente, war der 1:1-Ausgleich perfekt (28.). 09-Trainer Dirk Helmig zeigte sich mit der bewiesenen Moral einverstanden: „Wir sind verdient in Rückstand geraten, weil wir hinten zu fahrlässig agiert haben. Aber wir haben das Spiel danach in die Hand genommen und haben völlig verdient das Remis erzielt.“

Nach dem Seitenwechsel gaben die Gäste zunächst weiter den Ton an, doch dann begann die Zeit von Kruth. Helmig konnte die höchste Saisonklatsche nicht verstehen: „In der zweiten Halbzeit haben wir versucht Dampf zu machen. Aber mit der Zeit plätscherte die Partie dahin und Köln hat gut gewechselt. Trotz der hohen Niederlage kann ich meiner Mannschaft allerdings keinen Vorwurf machen, sie hat aller versucht.“

Helmig schüttelte den Kopf: „Die Schlussphase war eine Sache, die man nicht so recht mit Worten erklären kann. Wir haben versucht, nach vorne noch etwas zu reißen und sind dafür böse bestraft worden.“ Während die Schwarz-Weißen die Domstadt mit hängenden Köpfen verließen, feierten die Gastgeber ausgelassen. Doch Mink schränkte den Triumph etwas ein: „Ich muss mich für diesen hohen Sieg entschuldigen. Wattenscheid war ein ebenbürtiger Gegner und das Resultat spiegelt nicht das Match wieder.“

Doch Helmig versuchte am Samstag bereits, seine Elf wieder aufzurichten. Denn schließlich wartet ja schon der Spitzenreiter auf die Wattenscheider. „Wir müssen diese Begegnung nun schnellstens verdauen und es am Mittwoch im Heimspiel gegen den Bonner SC einfach besser machen“, will Helmig nicht noch einmal so eiskalt erwischt werden wir zuletzt von Kruth.

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