Beendet!

BVB - Diskussion um Koller beendet

22. März 2004, 13:37 Uhr

Beendet! "Die Diskussion um Jan Koller hat uns in der letzten Woche gewaltig genervt", merkte Leonardo Dede nach dem Schlusspfiff an.

Beendet! "Die Diskussion um Jan Koller hat uns in der letzten Woche gewaltig genervt", merkte Leonardo Dede nach dem Schlusspfiff an. Ein Aufreger, den Matthias Sammer gar nicht verstehen kann: "Für mich war das ohnehin nie ein Thema. Er hat ein Tor geschossen, das sagt doch schon einiges aus."

Doch nicht nur wegen des Kopfballtreffers in der 80. Minute wurde deutlich, dass die Schwarz-Gelben mit "Dino" spielen können, ohne das Match nur auf den 2,02 Meter-Mann zuzuschneiden. Am besten gefiel das der Nummer neun selbst: "Wir haben in den letzten Tagen im Training permanent die flachen Anspiele einstudiert, das ist nicht gut für mich, sondern für die gesamte Mannschaft. Dadurch gewinnen wir weitaus mehr an Stabilität." Erleichtert ergänzte Koller: "Das könnte das Rezept für die Zukunft sein."

Doch in der 35 Minute musste zunächst einmal ein "Break" eingelegt werden, da der 30-Jährige nach einem Laufduell mit Jurica Puljic plötzlich zu Boden ging, was der Schiedsrichter zwar nicht ahnte, den Langen aber eine Kontaktlinse kostete. "Ohne die sehe ich so gut wie gar nichts", machte sich Koller schnellen Schrittes auf den Weg in die Kabine, "dort habe ich immer vier Paar Ersatzlinsen parat."

Kaum war er wieder zurück, allerdings reichlich lädiert, denn unter seinem rechten Auge klaffte eine deutliche Risswunde, wurde er von Frankfurts Henning Bürger so unsanft berührt, dass der Eintracht-Akteur sich ebenfalls in den Kabinentrakt, aber für den kompletten Nachmittag, begeben durfte. "Auch nach meiner vergebenen Kopfballchance wusste ich, dass ich konzentriert weiter spielen muss. Ich durfte mir keinen Knacks erlauben", sah sich der Tscheche dann in der 59. Minute mit Deja Vue-Erlebnis konfrontiert, als er wie schon gegen Stuttgart aus zwei Metern den Ball nicht im Netz unterbringen konnte.

Die Fans standen aber zu ihm, es regten sich keine Pfiffe, sondern lautstarke Sympathie-Kundgebungen, die sich dann zehn Minuten vor dem Schlusspfiff auszahlten: "Das Tor war nicht nur für mich, sondern für die gesamte Mannschaft eine ungeheure Erleichterung."

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