Hertha BSC Berlins Trainer Huub Stevens darf im DFB-Pokal-Spiel bei Hansa Rostock auf der Trainerbank sitzen. Dafür muss der Niederländer die beiden nächsten Bundesligaspiele laut DFB-Urteil aus der Ferne verfolgen.

Stevens verbucht Teilerfolg vor DFB-Gericht

28. Oktober 2003, 09:11 Uhr

Hertha BSC Berlins Trainer Huub Stevens darf im DFB-Pokal-Spiel bei Hansa Rostock auf der Trainerbank sitzen. Dafür muss der Niederländer die beiden nächsten Bundesligaspiele laut DFB-Urteil aus der Ferne verfolgen.

Hertha BSC Berlin muss in den nächsten beiden Bundesligapartien auf die Anweisungen von Trainer Huub Stevens von der Seitenlinie verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte am Montagabend in Frankfurt nach mündlicher Verhandlung die Sperre und außerdem 7500 Euro Geldbuße gegen den Niederländer. Dagegen darf Stevens beim Pokalspiel bei Hansa Rostock auf der Trainerbank Platz nehmen.

Die Strafe gegen Stevens, der im Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen am 18. Oktober Schiedsrichter Markus Merk und den Vierten Offiziellen angegangen war sowie anschließend Leverkusener Spieler und Offizielle beleidigt hatte, greift in den Partien am Samstag (1. November) beim VfL Wolfsburg und eine Woche später (8. November) gegen Borussia Mönchengladbach. Im Pokal-Spiel der Hertha am Dienstag beim Ligarivalen Hansa Rostock allerdings kann Stevens auf der Berliner Bank sitzen.

Scheiter Berlin im Pokal, muss Stevens wohl gehen

Das Sportgericht unter Vorsitz von Dr. Rainer Koch (Poing) folgte bei der Festsetzung der Sperre einer Bitte von Stevens für den Fall eines Schuldspruchs. Die Begegnung in Rostock hat für Stevens wegweisende Bedeutung, denn sollte Berlin im Pokal ausscheiden, muss der Coach voraussichtlich seinen Posten räumen. Der DFB-Kontrollausschuss hatte eine sofort rechtskräftige Bestrafung sowie 15.000 Euro Geldbuße beantragt.

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