Andreas Möller und Stefan Beinlich kehren heute (17.30 Uhr) zu Gastspielen zu ihren alten Klubs zurück. Möller ist mit Eintracht Frankfurt bei Schalke 04, Beinlich mit dem Hamburger SV bei Hertha BSC Berlin zu Gast.

Möller und Beinlich zurück an alter Wirkungsstätte

bb
28. September 2003, 16:54 Uhr

Andreas Möller und Stefan Beinlich kehren heute (17.30 Uhr) zu Gastspielen zu ihren alten Klubs zurück. Möller ist mit Eintracht Frankfurt bei Schalke 04, Beinlich mit dem Hamburger SV bei Hertha BSC Berlin zu Gast.

Für Andreas Möller und Stefan Beinlich stehen heute in der Bundesliga Treffen mit alten Mannschaftskameraden auf dem Programm. Während Möller als Führungsfigur von Eintracht Frankfurt in der Arena "AufSchalke" einläuft, fällt für Beinlich das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Hertha BSC Berlin weniger erfreulich aus. Der fünfmalige Nationalspieler des Hamburger SV sitzt heute (17.30 Uhr/live bei Premiere) zunächst wohl nur auf der Bank.

Reimann: "Wir sind heiß auf Schalke"

"Wir sind heiß auf Schalke, doch das wird eine ganz schwierige Aufgabe", meint Frankfurts Trainer Willi Reimann. Um die Stimmung in Europas modernstem Fußball-Haus auszuloten, ließ Reimann seine Mannen das Heimspiel der Schalker vor 14 Tagen gegen den VfB Stuttgart (0:0) besuchen. "Man muss voll motiviert sein, sonst hat man dort keine Chance", so Reimann.

Ein "alter Schuh" ist die Arena-Atmosphäre für Frankfurts neuen Hoffnungsträger Andreas Möller. Drei Jahre spielte der Welt- und Europameister für Schalke, gewann zweimal den DFB-Pokal und war bei der Einweihung des Stadions im Jahr 2001 dabei. In dieser Saison heuerte der 36 Jahre alte Routinier zum fünften Spieltag bei der Eintracht an und soll seine geballte Erfahrung beim Aufsteiger einbringen. Zumindest vom besonderen Feeling "auf Schalke" kann Möller berichten: "Nur wenn wir als Mannschaft auftreten, haben wir dort eine Chance."

Trainer Jupp Heynckes muss gegen seinen Ex-Klub weiterhin wichtige Spieler ersetzen. Ebbe Sand (Sprunggelenk), Gustavo Varela (Patellasehne), Jörg Böhme (Kreuzband), Niels Oude Kamphuis (Adduktoren-Abriss), Anibal Matellan (Gelb-Rot-Sperre) fallen aus. Nach nur einem Sieg aus sechs Spielen bangt Heynckes zudem im Sturm um Victor Agali, der wegen erneuter Knieprobleme das Abschlusstraining am Samstag abbrach. Sollte der Nigerianer ausfallen, würde Mike Hanke neben Edi Glieder stürmen.

Treffen der Krisenklubs in Berlin

Noch mehr in Not, nämlich im unteren Tabellendrittel, befinden sich Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV, die bislang zu den großen Enttäuschungen der Saison gehören. Hertha wartet nach sechs Spielen immer noch auf den ersten Sieg. "Das Spiel gegen Grodzisk müssen wir abhaken. Wenn wir an die guten Leistungen aus der letzten Bundesliga-Partie beim VfL Bochum anknüpfen, können wir den ersten Sieg einfahren", ist Hertha-Manager Dieter Hoeneß überzeugt. Weiterhin fehlen Thorben Marx (Kreuzbandriss) und Marcelinho (Fußbruch).

Wohl keine erfreuliche Rückkehr in seine Heimatstadt Berlin gibt es für Stefan Beinlich. Der Mittelfeldspieler hat bei HSV-Trainer Kurt Jara viel Kredit eingebüßt und saß zuletzt nur noch auf der Bank. In Berlin hatte er im Sommer keinen neuen Vertrag mehr erhalten, weil er selten fit war. Nun kann er seinem ehemaligen Klub nicht einmal beweisen, dass es ein Fehler war, ihn ziehen zu lassen.

Autor: bb

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