Dass die Spiele um den Oberliga-Aufstieg selbst einer „Übermannschaft“ wie dem EHC Dortmund mehr abverlangen als die Partien der Hauptrunde, dürften die Westfalen-Elche bereits am ersten Spieltag registriert haben. Zwar konnten sie sich gegen die DEG Metro Stars 1b am Ende deutlich durchsetzen, bekamen aber zwei Spieldauer-Strafen aufgebrummt - und nun die Quittung nachgereicht.

Oberliga-Aufstiegsrunde: Paukenschlag in Dortmund

EHC sinnt auf Wiedergutmachung in Essen

Aaron Knopp
11. Januar 2009, 11:27 Uhr

Dass die Spiele um den Oberliga-Aufstieg selbst einer „Übermannschaft“ wie dem EHC Dortmund mehr abverlangen als die Partien der Hauptrunde, dürften die Westfalen-Elche bereits am ersten Spieltag registriert haben. Zwar konnten sie sich gegen die DEG Metro Stars 1b am Ende deutlich durchsetzen, bekamen aber zwei Spieldauer-Strafen aufgebrummt - und nun die Quittung nachgereicht.

„Leider konnten wir das Fehlen von vier Akteuren nicht kompensieren und fanden selten zu unserem Spiel“, erkannte EHC-Coach Krystian Sikorski. Vorausgegangen war die erste Saisonniederlage in der regulären Spielzeit. Der Neusser EV entführte mit einem 2:0-Erfolg drei Punkte aus Dortmund.

Entsprechend zerknirscht reagierte Sikorski: „Natürlich schmerzt es, ohne Tore und Punkte vom Eis zu gehen, aber besser zu Beginn der Aufstiegsrunde als zu einem späteren Zeitpunkt. Wir müssen die entsprechenden Lehren daraus ziehen und mit mehr Engagement und läuferischem Einsatz an die nächsten Aufgaben gehen, immerhin sind dann auch Christian Franz und Antti-Jussi Miettinen wieder dabei.“

Und die kommende Aufgabe wartet bereits am heutigen Sonntag bei den Moskitos Essen. Der Drittplatzierte der Hauptrunde musste sich parallel ebenfalls eine Niederlage abholen. Die Truppe von Trainer Juris Kruminsch holte sich beim ESV Hügelsheim eine 1:4-Niederlage ab. ESC-Pressesprecher Bernd Werner hofft gegen die Elche dennoch auf vierstelligen Zuschauerzuspruch. Immerhin gehen die „Mücken“ ja auch mit anderen Ansprüchen in die Aufstiegsrunde.

Auch wenn die Oberliga kein Thema ist, befürchtet Werner keine Motivationsprobleme in der Mannschaft. „Hätten wir ein Team mit erfahrenen Leuten, wäre das vielleicht denkbar. Unsere Jungs sind aber so heiß darauf, jedes Spiel zu gewinnen, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Unser Coach würde das auch nicht tolerieren.“
Neben der Einsicht, dass wenigstens Dortmund rein sportlich schon nicht das Wasser zu reichen ist, gibt es auch finanziell noch keine Basis für einen Vorstoß in Richtung Oberliga. Und auch mit einem Statement für die kommende Spielzeit sind die ESC-Verantwortlichen vorsichtig.

Klar ist jedoch, dass eine sportliche Weiterentwicklung her muss, was nach Rang drei in dieser Runde eigentlich nur der Aufstieg sein kann. „Wir wollen oben mitspielen“, bestätigt Werner. Für Details fehlt jedoch noch die finanzielle Saisonplanung. „Wir werden sicherlich nicht noch einmal mit so einer jungen Mannschaft ins Rennen gehen, auch wenn die Jungs natürlich weiterhin die Grundlage bilden“, verrät der Funktionär.

Großes Aufrüsten wird es am Westbahnhof jedoch nicht geben. „Wir werden sicherlich den ein oder anderen erfahrenen Spieler dazuholen, aber auch bestimmt nicht mit so einer Mannschaft wie Dortmund in diesem Jahr an den Start gehen.“

Autor: Aaron Knopp

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