Am letzten Sonntag gab es ein klares 8:2 gegen den Tabellenletzten Hertha Hamborn auf der heimischen Fritz-Collet-Platzanlage. Am Sonntag tritt TB Oberhausen beim Spitzenreiter Heimaterde Mülheim an. „Der Erfolg in dieser Höhe vom letzten Wochenende beflügelt natürlich“, nickt Hans-Dieter Buil, Trainer des aktuell Zwölften, „aber man muss auch ganz klar sagen, dass unser Gegner nicht auf Bezirksliganiveau war.“

Bezirksliga 8 Niederrhein: 14. Spieltag: Expertentipp von Dieter Buil (Trainer TB Oberhausen)

"Der Erfolg beflügelt"

Heiko Gaeb
16. November 2006, 20:41 Uhr

Am letzten Sonntag gab es ein klares 8:2 gegen den Tabellenletzten Hertha Hamborn auf der heimischen Fritz-Collet-Platzanlage. Am Sonntag tritt TB Oberhausen beim Spitzenreiter Heimaterde Mülheim an. „Der Erfolg in dieser Höhe vom letzten Wochenende beflügelt natürlich“, nickt Hans-Dieter Buil, Trainer des aktuell Zwölften, „aber man muss auch ganz klar sagen, dass unser Gegner nicht auf Bezirksliganiveau war.“

Mit den von Dieter Henkelüdecke trainierten Mülheimern geht es vom Papier her gegen den Ligaprimus, aber ein Pünktchen aus den letzten drei Spielen deutet auf eine Formschwäche hin. „Wir sind sicher nicht chancenlos, aber den Erfolg von letzter Woche wiederholen wir sicher nicht“, grinst der 55-Jährige.

Saisonziel bei den Alt-Oberhausenern ist der Nichtabstieg. Vor der Saison wurde der Etat von 30000 Euro auf 7000 Euro gekürzt. Eine Sache, die einen enormen Aderlass an Spielern zur Folge hatte. Gerade mal drei Leute sind übrig geblieben. Buil, letztes Jahr noch Co-Trainer, löste zur aktuellen Saison Thorsten Möhlmann, der Differenzen mit dem Vorstand hatte, als Übungsleiter ab.

Eine Bank ist natürlich der 26-jährige Knipser Oliver Nötze, alleine am vergangen Sonntag mit vier Treffern erfolgreich, er bringt es auf inzwischen 18 Tore. Das ist Ligarekord. Der Offensivallrounder ist im dritten Jahr beim Klub und hat in der Jugend für Dynamo Dresden die Fußballschuhe geschnürt. Der Sachse ist also die Stütze im Team.

Der Vorjahresachte scheint das ganze hin und her einigermaßen verkraftet zu haben. Der Coach des Turnerbunds gibt zu: „Vor der Saison war ich sehr pessimistisch. Wir hatten kaum Spieler, ständig kamen welche zum Probetraining, aber inzwischen haben wir einen festen und intakten 20-Mann Kader.“

Aufstiegsfavorit für Buil, der bei VfR 08 Oberhausen schon Trainererfahrung sammelte, ist BW Oberhausen Lirich. Die von Toni Puszamczieß trainierte Elf hat insgesamt acht ehemalige TB-Akteure im Kader der ersten und zweiten Mannschaft, die in der Kreisliga B kickt. Der aktuelle Zweite verpasste am letzten Wochenende durch ein 0:1 gegen Preußen Duisburg den Sprung an die Spitze und tritt nun bei TuSpo Saarn an. „Klares Ding für Lirich“, sagt der Mann an der Linie.

Für das eigene Match ist er auch zuversichtlich: „Als Lirich ganz oben stand, haben wir auch da gewonnen.“

Das Topspiel findet erneut am Honnenpfad statt. Diese Woche erwartet der SV Wanheim den DSC Preußen Duisburg. Beide Teams waren am vergangenen Wochenende erfolgreich und haben sich im oberen Tabellendrittel manisfestiert. „Für mich nach Lirich die bisher stärksten Teams. Ich denke, dass Wanheim auf eigener Platzanlage knapp gewinnt“, glaubt Buil zu wissen.

BSV Oberhausen, am letzten Sonntag in Wanheim sang- und klanglos untergegangen, drängt auf Wiedergutmachung. Die Elf von Spielertrainer Jörg Lieg empfängt den aktuell Neunten Mülheimer SV. „Die werden sich 1:1 trennen“, tippt der TB-Trainer.

Hertha Hamborn, angeschlagen ganz unten, erwartet den Nachbarn Hamborn 90. Seit bei den Gästen Metin Colak die Fäden zieht, stehen sieben Punkte aus drei Matches zu Buche. Keine Bilanz für einen potentiellen Abstiegskandidaten. Mit einem Sieg könnte sich der Gast natürlich immer weiter aus dem Tabellenkeller befreien. „Hertha hat keine Chance. Da fehlt echt die Substanz“, weiß Buil zu berichten.

In Duisburg findet ein türkisches Derby statt. TuSpo Huckingen spielt auf heimischer Platzanlage gegen KSV Ataspor. Die Tatsache, dass der Gastgeber seit Sonntag den besten Aufsteiger stellt, dürfte Selbstvertrauen für ein spannendes Derby geben. „Ich sehe Huckingen leicht in Front. Die haben wirklich ein gutes Team“, weiß der Oberhausener Coach aus eigener Erfahrung zu berichten. Vor zwei Wochen unterlag seine Elf mit 1:2.

Den 14. Spieltag tippt Dieter Buil (Trainer TB Oberhausen):

Autor: Heiko Gaeb

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