Offenbar hat da der ein oder andere versucht, sich mit halber Kraft über die Zwischenziellinie Winterpause zu retten. Anders sind die Aussetzer einiger Spitzenteams schwer zu erklären. Wohl dem, der einen Goalgetter in seinen Reihen hat, der trotzdem zur rechten Zeit trifft. Genau für dieses Anforderungsprofil hat die ESG 99/06 den geeigneten Mann gefunden und sich mit einem spektakulären Transfer für das Rückrunden-Aufstiegsrennen gerüstet.

Essen: Kreisliga kompakt

Wechseltheater beginnt mit Aufsehen erregendem Deal

Aaron Knopp
15. Dezember 2008, 17:23 Uhr

Offenbar hat da der ein oder andere versucht, sich mit halber Kraft über die Zwischenziellinie Winterpause zu retten. Anders sind die Aussetzer einiger Spitzenteams schwer zu erklären. Wohl dem, der einen Goalgetter in seinen Reihen hat, der trotzdem zur rechten Zeit trifft. Genau für dieses Anforderungsprofil hat die ESG 99/06 den geeigneten Mann gefunden und sich mit einem spektakulären Transfer für das Rückrunden-Aufstiegsrennen gerüstet.

Kreisliga A Essen Nord-West:

Die beiden Katernberger Teams hatten es scheinbar besonders eilig, in die Winterpause zu gehen und schoben am letzten Spieltag vor den "Weihnachtsferien" Frühschicht. Bereits am Freitag siegte Katernberg 19 erwartungsgemäß bei Wacker Bergeborbeck. Ein Erfolg des Spitzenreiters Sportfreunde Katernberg gegen das abgeschlagene Schlusslicht Fatihspor Essen sollte eigentlich ebenfalls nur Formsache sein, eigentlich. Vermutlich konnten die Hausherren es selbst nicht so ganz glauben. Nachdem sie bereits mit 2:0 in Führung lagen, konnte Fatihspor noch vor der Pause den Ausgleich erzielen, und der sollte erstmal Bestand haben. Erst in der Nachspielzeit gelang es Maik Pribylla per Doppelschlag, die friedliche Weihnachtsstimmung am Lindenbruch wieder herzustellen.

Während der Tabellenführer also gerade noch so davonkam, bekam der SC Frintrop kurz vor dem "Fest" eine eiskalte Dusche verpasst. Kellerkind FC Stoppenberg watschte das Team von Trainer Uwe Kuhnke mit 2:0 ab. Die Distanz auf Rang zwei ist damit auf satte sieben Zähler angewachsen. Die Unterfrintroper dürften die Rückrundenvorbereitung also mit deutlich gedrosselter Euphorie angehen. Dabei waren die Stoppenberger Stärken eigentlich bekannt, bereits im ersten Aufeinandertreffen dieser Spielzeit leistete der SCF fast den gleichen Schnitzer (2:4). Dennoch verspricht Trainer Uwe Kuhnke: "Wir gehen genauso motiviert in die Rückrunde, wie wir es gemacht hätten, wenn wir das Spiel gewonnen hätten."

Von einer Vorentscheidung im Aufstiegsrennen will er nämlich nichts wissen. Diese falle frühestens nach dem ersten Match im neuen Jahr, dann geht es gegen Katernberg 19. "Sollten wir da nicht gewinnen, ist schon eine Menge entschieden", bekennt Kuhnke. Wechselgerüchten um SCF-Angreifer Björn Matzel, der bereits für die Rückrunde mit dem Landesligisten ESC Rellinghausen in Verbindung gebracht wird, entkräftet der Übungsleiter jedoch. "Da ist nichts dran, er könnte sich sogar gut vorstellen, über das Saisonende hinaus bei uns zu bleiben, denn er fühlt sich absolut wohl."

Beim FC Stoppenberg ist die Stimmung nach dem "Dreier" hingegen völlig ungetrübt. Trainer Klaus Kuschewitz: "Uns fehlt einfach der eiskalte Vollstrecker, wir waren auch in vielen anderen Spielen schon nah dran. Wenn wir unsere Chancen vernünftig nutzen würden, könnten wir uns sogar unter den ersten Fünf der Liga einrichten."

Einen versöhnlichen Jahresabschluss bekam die Zweitvertretung der Tgd. Essen-West kurz vor Toreschluss noch hingebogen. Mit 6:0 fegten die Kicker von der Haedenkampstraße Adler Frintrop II vom Platz und konnten damit in der Tabelle zwei Plätze gut machen.

Kreisliga A Essen Süd-Ost:

Das hatte man sich im Walpurgistal ganz anders vorgestellt. Nach einer 5:0-Klatsche von Borussia Byfang überwintert der RSC Essen auf dem letzten Tabellenplatz. Byfang konnte die Stellung an der Tabellenspitze dagegen untermauern. Auch, weil die Partie des ersten Verfolgers ESG 99/06 der Witterung zum Opfer fiel.

Dennoch hatten die Kicker von der Hubertusburg keinen Grund, Trübsal zu blasen. Denn der Klub konnte ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk präsentieren: Thomas Rausch, Torschütze vom Dienst und Mannschaftskapitän, wechselt vom abstiegsbedrohten VfL Kupferdreh zum Ligazweiten. A propos Kupferdeh: Der Verein vom Eisenhammer konnte zwar ausnahmsweise mal wieder dreifach punkten (4:3 gegen SV Kray II), was aber nicht über den bitter enttäuschenden Saisonverlauf hinwegtäuschen kann. Zudem nährt der Abgang des Leitwolfs Spekulationen über aufkeimende Unruhe im Verein, weitere Abgänge sind nicht ausgeschlossen.

Lesen Sie auf Seite 2: Das Wochenende in den Kreisligen B:

Autor: Aaron Knopp

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