Gerade in der Winterzeit sollen Wechselbäder ja gesund sein und insbesondere dem Blutdruck förderlich.

Schalke II: Traufetter der Matchwinner in Worms

Ein Punkt unter Soll

cbw
13. Dezember 2008, 17:58 Uhr

Gerade in der Winterzeit sollen Wechselbäder ja gesund sein und insbesondere dem Blutdruck förderlich.

Die zweite Mannschaft des FC Schalke scheint es mit der an sich wohltuenden Wirkung dieser gesundheitsfördernden Maßnahmen zu übertreiben. Nach drei Partien in Folge ohne Sieg und zuletzt der enttäuschenden 1:2-Heimschlappe gegen das Schlusslicht Cloppenburg erlebten die Gelsenkirchener am Freitag in Worms einmal mehr ein Wechselbad der Gefühle. Durch den 2:0 (0:0)-Erfolg bei der Wormatia hat sich die Reserve der Knappen ein wenig vom zugigen Tabellenkeller distanzieren können.

Ohne Verstärkung aus dem Bundesligakader waren die Schalker in die Nibelungenstadt gereist und in der ersten Hälfte standen zwei deutlich verunsicherte Teams auf dem Platz. Erst ab der 20. Minute erkämpfte sich die Wormatia ein Übergewicht und kam durch Mario Cuc zu zwei Riesenchancen. "Mindestens eine davon hätte im Kasten landen müssen", ärgerte sich Ex-Profi Bernhard Trares, der Wormser Cach.

Sein Kollege Markus Högner reagierte in der Pause auf die bis dahin ungenügende Vorstellung seiner Elf und hatte mit der Einwechslung von Björn Traufetter ein richtig glückliches Händchen. Der aus Rhynern gekommene Stürmer traf bereits in der 60. Minute zum ersten Mal, doch der Unparteiische Florian Steinberg gab den Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht. Traufetter ließ sich nicht irritieren und lochte sechs Minuten später nach einem Pass des aufgerückten Tim Wendel zum 1:0 für die Gäste ein. "Björn war der Matchwinner, nicht nur wegen seiner Tore, sondern weil er auch viel Bewegung in unsere vorher viel zu passive Offensive gebracht hatte", lobte Högner seinen "Joker".

Denn obwohl die Hausherren noch einmal alles nach vorne warfen, schlug Schalke in Person von Traufetter noch einmal zu. Wieder bediente Wendel den wuseligen S04-Angreifer, der an der Strafraumgrenze noch drei Gegenspieler aussteigen ließ und aus 18 Metern mit einem satten Schuss abschloss.

"Nach der Hinrunde wollte ich eigentlich 20 Punkte auf dem Konto haben, jetzt sind es nur 19", überlegte Högner, ob er mit dem Erreichten nicht zufrieden sein wollte. Aber: "Wir haben ja noch weitere 17 Spiele, um die für den Klassenerhalt nötigen Zähler zu sammeln."

Damit wollen sie am kommenden Freitag anfangen, wenn in Münster bereits der Rückrundenauftakt steigt.

Autor: cbw

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