Der Lauf der Ahlener ist schon fast atemberaubend.

RW Ahlen: Lars Toborg im Interview

„In ruhigen Bahnen weiter“

Christian Brausch
27. November 2008, 18:17 Uhr

Der Lauf der Ahlener ist schon fast atemberaubend.

Eine Niederlage in der Rückserie der Aufstiegs-Spielzeit, aktuell rangiert die Elf von Coach Christian Wück auf einem hervorragenden vierten Rang. RS unterhielt sich mit Torjäger Lars Toborg.

Lars Toborg, wie ist diese Entwicklung zu begründen?
Das ist nicht so einfach. Bei uns ist die mannschaftliche Geschlossenheit super. Wir haben nur vier Leute dazu geholt, das war ein Vorteil, wir sind eine verschworene Gemeinschaft. Die Mischung stimmt einfach. Zudem haben wir auch viele richtig gute Fußballer dabei, die in diesem Kollektiv funktionieren.

Bleibt das einzige Ziel der Klassenerhalt?
Die Elf hat sich immer zurück gehalten, damit fahren wir gut. Unser Trainer hat immer gesagt, wir sind kein reiner Abstiegskandidat. Das ist keine Überheblichkeit, aber wir wollten nicht das Image aufbauen, man gehört sofort da unten rein.

Ist es schade, dass das Jahr 2008 bald vorbei ist?
Viele haben gesagt, wir leben noch von der Euphorie. So groß war die bei uns aber gar nicht. Wir haben gefeiert, ganz klar. Aber so viel hat sich hier nicht verändert. Der Zuschauer-Schnitt ist bescheiden, auch wenn die Stimmung besser wurde. Aber in anderen Städten würde richtig was losbrechen. Bei uns ging es in ruhigen Bahnen weiter.

Auswärts läuft es besonders gut, geht das in Koblenz am Freitag so weiter?
Sicher, aber die Vereine sagen nicht mehr, da kommt mit Ahlen der Underdog. Es darf nicht aufkommen, dass man in solchen Partien denkt, das nehmen sie schon mit, nur weil wir in der Tabelle weit oben stehen. Uns wird man immer konzentriert und selbstbewusst zu Werke gehen sehen.
Und wie geht es persönlich weiter? Neun Treffer sind bisher eine tolle Ausbeute.
Für mich war es auch wichtig nach den 23 Treffern in der letzten Saison. Das passt vorne einfach, Die Wirbler profitieren von mir, ich aber auch von ihnen. Aber ich bleibe vorsichtig, denn mit über 30 Jahren plant man nicht mehr so weit voraus. Ich will weiter treffen, das hat mir leider zu meinen alten RWO-Zeiten etwas gefehlt. In den letzten Jahren hat sich das geändert. Ich fühle mich richtig gut und bin froh, jeden Tag erfolgreich Fußball spielen zu können.

Autor: Christian Brausch

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