Und es klappt doch noch. Nach Wochen der Tristesse hat der SV Schermbeck in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit dem 1:0-Erfolg gegen die Bielefelder Reserve ist der Truppe von Trainer Martin Stroetzel nach fünf sieglosen Partien in Folge endlich wieder ein Dreier geglückt. „Ich hoffe, dass es für uns nun auch mal in die andere Richtung geht“, pustet Stroetzel tief durch.

Schermbeck: Stroetzel revidiert Ziele und sucht Keeper

Versagensängste sind weg

13. November 2008, 13:44 Uhr

Und es klappt doch noch. Nach Wochen der Tristesse hat der SV Schermbeck in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit dem 1:0-Erfolg gegen die Bielefelder Reserve ist der Truppe von Trainer Martin Stroetzel nach fünf sieglosen Partien in Folge endlich wieder ein Dreier geglückt. „Ich hoffe, dass es für uns nun auch mal in die andere Richtung geht“, pustet Stroetzel tief durch.

Nach dem sich in den letzten Wochen jede Menge Selbstzweifel am „Waldsportplatz“ breit gemacht hatten, herrscht bei den Einheiten nun wieder eine Form von Aufbruchstimmung. „Die Jungs hatten regelrecht Versagensängste“, weiß der Coach, dass der 4:0-Sieg im Westfalenpokal gegen Heiden den Ausschlag für den jüngsten Aufwärtstrend gegeben hat. „Wir haben ständig versucht, mehr Stimmung reinzubringen. Aber das gelingt natürlich nur, wenn auch der Erfolg da ist“, berichtet Stroetzel. „Jetzt glauben die Akteure wieder an sich und wir können endlich die Aufholjagd starten.“

Denn von den eigentlichen Zielen, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen und die Favoriten wie Herne oder Bonn zu ärgern, hat sich der SVS bereits verabschiedet. Stroetzel, der eigentlich für seinen unbändigen Optimismus bekannt ist, zeigt sich bei der Marschroute für die kommenden Wochen realistisch: „Wir müssen jetzt erst einmal Punkte sammeln, damit wir am Ende nicht ins Gras beißen.“ Übersetzt: Der Abstiegskampf hat begonnen. „Wenn unsere Leistungsträger wie Mykolay Makarchuk oder Alexander Kaul endlich wieder dabei sind, sieht es etwas besser aus“, vermutet der Finanzwirt. „Aber bis dahin bleibt erst einmal das Fazit, dass wir uns aus dem Keller befreien müssen. Alles andere wäre blauäugig.“
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/797-4879_preview.jpeg SVS-Trainer Martin Stroetzel (RS-Foto: Richter).[/imgbox]
Die Gründe für den schlechten Start sind vielseitig. Denn neben dem Verletzungspech haben sich die Schermbecker durch zahlreiche Rote Karten selber geschwächt. Außerdem ist die Sturmabteilung nur ein laues Lüftchen. Bis auf Matthias Pfände, der gegen die Arminia sein siebtes Saisontor markierte, stehen alle anderen neben sich. Sascha Siebert wird ständig durch Verletzungen und Krankenheiten zurückgeworfen. Dominik Milaszewski spult zwar gute Leistungen ab, trifft aber das Tor nicht und Pierre Bendig hat ebenfalls seine Gefährlichkeit verloren. „Von der Qualität hat die Mannschaft mehr Möglichkeiten, als es die Tabelle aussagt“, resümiert Stroetzel. „Aber wir sind nicht in der Lage, diese auch auszuschöpfen. Deshalb müssen wir unsere Ziele ja auch revidieren.“

Das muss er auch beim Blick auf seine Nummer zwei, Sören Stauder, machen. Denn der Youngster hat Manager Michael Benninghoff mitgeteilt, dass er den SVS im Winter verlassen wird. „Er sieht keine Chance, an Stefan Schröder vorbeizukommen“, berichtet der Coach. „Er ist halt nicht geduldig genug. Deshalb ist seine Unzufriedenheit so groß, dass er weg will.“

Doch die Trennung hat einen faden Beigeschmack: „Wir suchen einen Neuen. Sollten wir bis zur Winterpause allerdings keinen gefunden haben, will er einfach zu Hause bleiben. Naja, dass sind wohl die neuen Leute von Morgen“, wird Stroetzel für Stauder eine Ablöse fordern, um die in seinen Nachfolger zu investieren. „Ich hoffe, dass sich Sören noch bis zum Winter motivieren kann.“

An Motivation wird es der Mannschaft am Sonntag in Siegen nicht fehlen. „Die sind auch nicht so aus den Startlöchern gekommen wie sie es sich vorgestellt haben“, weiß Stroetzel, dass sein Team sicherlich nicht chancenlos ist. „Wir haben nun wieder eine breite Brust“, verspricht er sich eine Menge vom Auswärtstrip. Denn schließlich soll die Tristesse endgültig beendet werden.

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