Am heutigen Sonntag fliegt Schalkes Präsident Jupp  Schnusenberg zusammen mit Geschäftsführer Peter Peters und dem Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies auf Einladung der Deutschen Botschaft nach Usbekistan.

S04: Schnusenberg im RS-Interview mit Rutten zufrieden

"Umbau nicht in einem Vierteljahr erledigt"

13. Oktober 2008, 10:52 Uhr

Am heutigen Sonntag fliegt Schalkes Präsident Jupp Schnusenberg zusammen mit Geschäftsführer Peter Peters und dem Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies auf Einladung der Deutschen Botschaft nach Usbekistan.

Dort findet am Montag in der Hauptstadt Taschkent im Rahmen der vom Goethe-Institut organisierten "Wochen der Deutschen Kultur" ein Spiel der Schalker Traditionsmannschaft gegen eine usbekische Auswahl zugunsten eines Kinderheims statt. Einen Tag später reisen die Königsblauen weiter nach Samarkand.

Dort erwartet die Königsblauen eine Exkursion zu Gasförderstätten des Hauptsponsors Gazprom. Bis Mittwoch bleibt die Schalker Delegation in der ehemaligen Sowjetrepublik. Bevor der Vereinsvorsitzende in den Flieger stieg, zog er im Interview mit RevierSport ein Fazit des bisherigen Saisonverlaufs.

RevierSport: Herr Schnusenberg, vor Beginn der Saison sagten Sie, dass Sie sich selten auf eine Spielzeit so gefreut hätten wie auf diese. Welches Zwischenfazit ziehen Sie?
[imgbox-left]http://www.reviersport.de/include/images/imagedb/preview_5961-6045.jpeg Schalke-Präsident Josef Schnusenberg. Foto: firo[/imgbox]
Schnusenberg: Das Ausscheiden in der Qualifikation zur Champions League gegen Atletico Madrid war natürlich eine Enttäuschung. Aber ansonsten sehe ich uns im Plan. Wir sind im DFB-Pokal weiter, haben im UEFA-Cup unser Minimalziel, den Einzug in die Gruppenphase, erreicht und in der Bundesliga ist noch nichts angebrannt.

Sie äußerten auch, dass Fred Rutten wieder Zug in die Mannschaft bringen würde. Wie bewerten Sie die bisherige Arbeit des neuen Coachs?

Mit der Arbeit von Fred Rutten bin ich sehr zufrieden. Jeder Trainerwechsel braucht seine Zeit, wenn er nachhaltig etwas verändern soll. Die Mannschaft und der Trainer mussten sich erst aneinander gewöhnen. Aber Fred Rutten kommuniziert viel mit den Spielern. Das gefällt mir. Bis auf das Spiel in Köln hat die Mannschaft auch gute Leistungen geboten. Aber solche Aussetzer wird es immer geben. Deshalb ziehe ich ein positives Zwischenfazit.

Auch wenn Schalke Gefahr läuft, mal wieder ein schwaches Jahr der Bayern nicht zum eigenen Vorteil auszunutzen?

Was heißt hier Schwäche der Bayern? Gucken Sie sich die Liga an. Da schlägt im Moment jeder jeden. Auch Bremen und Wolfsburg, die viel Geld in den vergangenen Monaten in die Mannschaft gesteckt haben, haben Spiele verloren. Die Liga ist unheimlich stark und ich denke da ist ein langer Atem gefragt und es ist für eine Bewertung noch absolut zu früh.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/008/512-8831_preview.jpeg Trainer Fred Rutten in Aktion (Foto: firo).[/imgbox]
Von der Verpflichtung Ruttens versprach sich Schalke auch eine attraktivere Spielweise als unter Vor-Vorgänger Mirko Slomka!

Ich bin weiterhin sehr zuversichtlich, dass der Fred Rutten unsere Mannschaft dahin bringt, wo wir sie hinhaben wollen. Man sieht, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt. Es ist ein System zu erkennen und es werden junge Leute eingebaut. Ich bin mit den Ansätzen nicht nur zufrieden, sondern bin sehr zuversichtlich, dass sich das schon sehr bald in konstanteren Ergebnissen niederschlägt.

Jefferson Farfan konnte seine Klasse immerhin andeuten, Orlando Engelaar dagegen blieb bislang weit hinter den Erwartungen zurück. Sind sie auch mit den Neueinkäufen zufrieden?

Neue Spieler werden auf Schalke stets recht skeptisch beurteilt. Man darf aber nicht vergessen, dass sowohl Engelaar als auch Farfan gleich zu Beginn der Spielzeit über Wochen ausgefallen sind. Aber beide Spieler haben eine sehr hohe Qualität und wir werden noch sehr viel Freude an ihnen haben.

Mit Paris St. Germain und Manchester City warten im UEFA Cup zwei attraktive Gegner auf den Finanzminister Schnusenberg. Können Sie die Lücke zu den verpassten Einnahmen aus der Champions League dadurch etwas schließen?

Wett machen können wir das sicher nicht. Im Schnitt sind in der Champions League zehn Millionen Euro mehr zu erzielen. Aber durch die Neuverteilung der Fernsehrechte und unseren Vertrag mit dem ZDF sowie einer gegen Paris und Manchester City voraussichtlich zweimal ausverkauften Arena werden wir bereits über unserem im Jahresetat veranschlagten Budget liegen. Da haben wir uns schon ordentlich vermarktet.

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