Man könnte meinen, dass es bei einem Verein, der vor dem achten Spieltag bereits seinen dritten Trainer präsentiert, vorne und hinten nicht stimmt. Beim FSV Vohwinkel sieht das jedoch ganz anders aus.

FSV Vohwinkel: Ünsal Bayzit ist der neue Trainer

„Fachlich bestens aufgestellt“

Christian Krumm
05. Oktober 2008, 09:07 Uhr

Man könnte meinen, dass es bei einem Verein, der vor dem achten Spieltag bereits seinen dritten Trainer präsentiert, vorne und hinten nicht stimmt. Beim FSV Vohwinkel sieht das jedoch ganz anders aus.

Der in die Saison gestartete Coach Rolf Szymanski musste sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Auf ihn folgte mal wieder Stefan Kobsch, der nach wie vor ein gutes Verhältnis zur Mannschaft hat, aber eigentlich für andere Aufgaben bedacht war. Neben der Sportlichen Leitung soll sich das Vorstandsmitglied in erster Linie um das Projekt Kunstrasenbau kümmern.

Somit ging er auf die Suche nach einem Nachfolger, den er jetzt auch gefunden hat. Ünsal Bayzit wird ab sofort an der Linie stehen. Auch Holger Gaißmayer wurde stark gehandelt, doch der Angreifer möchte seine Fußballschuhe noch nicht an den Nagel hängen und eine Tätigkeit als Spielertrainer kommt für ihn nicht in Frage. Somit wird Bayzit von Gaißmayer und Kobsch so gut es geht unterstützt.

Am heutigen Sonntag muss die Vohwinkeler Truppe zu Union Mülheim. Dann wird Bayzit das Zepter noch nicht alleine schwingen. Kobsch erklärt: „Ich werde mit Ünsal ganz normal an der Linie stehen und dieses so lange, bis die Akklimatisationsphase in Absprache mit Holger und Ünsal beendet ist.“ Sein Zusatz: „Aber auch danach entferne ich mich nicht ganz, bleibe immer ein Stück an der Mannschaft dran, mische mich aber in die sportlichen Belange der Beiden nicht ein.“

Hinzu kommen lobende Worte an die Verantwortungsträger im Club: „Diese Entscheidung ist zukunftsorientiert und zeigt, dass es vielen im Verein nicht um ihre eigene Person geht, sondern dass das gemeinsame Vorankommen entscheidend ist.“ Auch Gaißmayer wird noch einmal von Kobsch herausgestellt: „Diese Zielfindung ist auch zum größten Teil Holger zu verdanken, da er nicht auf den Posten des Cheftrainers beharrte, sondern eine Teamlösung anstrebte. Daher sind wir für die kommenden Jahre, was die fachliche Kompetenz angeht, bestens aufgestellt.“

Bayzit spielte übrigens selbst in der Zweiten Bundesliga bei Fortuna Köln. Zuletzt war der 37-Jährige Trainer der Truppe von Trabzonspor Wuppertal, die er von der Kreisliga B bis in die Bezirksliga führte.

Autor: Christian Krumm

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