Es ist wahrlich noch nicht die Saison des Sebastian Kehl.

BVB: Unglücklicher Kehl mit Chance auf Bewährung

„Haben uns dämlich angestellt“

Matthias Dersch
21. September 2008, 12:07 Uhr

Es ist wahrlich noch nicht die Saison des Sebastian Kehl.

Gegen Schalke bereits mit einem folgenschweren Patzer, als er einen Gegentreffer direkt verschuldete, leistete sich der Defensivstratege auch gegen Udine einen kapitalen Schnitzer, als er Gökhan Inler nicht energisch genug angriff und ihm bei seinem Schuss viel zu viel Platz gewährte. Doch nicht nur in dieser Szene wirkte der gebürtige Fuldaer unglücklich und wie ein Schatten seiner besten Tage.

Entsprechend enttäuscht gibt der 28-Jährige zu Protokoll: „Wir waren bemüht und bestrebt, ein anderes Spiel abzuliefern. Aber wir haben uns zu dämlich angestellt. Es darf einfach nicht passieren, dass wir hinten Mann gegen Mann spielen.“
Als „Sechser“ gehört es allerdings in erster Linie zu den Aufgaben des BVB-Kapitäns, solche Lücken im Spiel zu schließen und seine Nebenleute strategisch geschickt zu organisieren. Doch dieser Auftrag blieb – wie schon beim Derby – unerfüllt. Wohl auch, weil der frühere Freiburger momentan genug mit sich selbst zu kämpfen hat und ihm die Souveränität fehlt, um noch ein Auge für seine Mitspieler zu haben.

Auch wenn sein Name nicht explizit fällt, dürfte Kehl einer der Kicker sein, die Klopp meint, wenn er sagt: „Wir haben Spieler dabei, die noch Rückstand haben. Man erzählt mir, sie haben früher anders gespielt. Ich hoffe, das kommt wieder.“

Deutliche Worte, die jedoch zunächst nicht an der Stellung des 31-fachen Nationalspielers rütteln dürften. Denn auch wenn Tinga nach seinem 80-Minuten-Einsatz vom Donnerstag wieder als ernsthafte Alternative bereit steht, wird Kehl heute gegen Hoffenheim aller Voraussicht nach eine neue Chance zur Bewährung bekommen.

Autor: Matthias Dersch

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