Es sollte der Sprung nach ganz oben werden. Mit einem „Dreier“ hätte sich die Dortmunder Zweitvertretung in der Regionalliga West sogar auf Platz eins vorschieben können.

BVB II: Kruska-Bude reichte bei Bayer-Reserve nicht

„Weit hinter den Möglichkeiten“

Aaron Knopp
14. September 2008, 12:37 Uhr

Es sollte der Sprung nach ganz oben werden. Mit einem „Dreier“ hätte sich die Dortmunder Zweitvertretung in der Regionalliga West sogar auf Platz eins vorschieben können.

Und lange sah es danach aus, als ob das ehrgeizige Vorhaben gelingen sollte. Mit der Unterstützung von Marc-André Kruska und Bayram Sadrijaj aus der Profi-Abteilung legten die Gäste die Dominanz, die sich für einen anstehenden Tabellenführer gehört, an den Tag. "45 Minuten lang hatten wir die Partie fest in unserer Hand", resümierte BVB-Coach Theo Schneider. Und sie konnten die Feldüberlegenheit sogar in Zählbares ummünzen. Marc-André Kruska brachte die Gäste zum vermeintlich günstigen Zeitpunkt in Führung (42.).

Statt an die gute Leistung anzuknüpfen, kam die BVB-Reserve allerdings wie verwandelt aus der Kabine. Im Angesicht des möglichen „Dreiers“ schalteten die Borussen in den Schongang und verwalteten den Vorsprung. Dabei hatten die Gäste die Rechnung jedoch ohne die Leverkusener Effizienz gemacht. Die Werkself drehte die Partie nach etwa einer Stunde nämlich quasi im Handumdrehen.

Kevin Kratz (56.) und Deniz Naki (60.) waren per Doppelpack erfolgreich. „Die haben zwei Chancen und machen zwei Tore draus“, schüttelte Schneider den Kopf. Vor allem beim Ausgleich attestierte der Trainer seiner Truppe aber eine gehörige Portion Mitschuld. Schließlich resultierte der Treffer aus einem Konter. „Das darf einfach nicht passieren, wenn man 1:0 führt.“ Und auch der zweite Gegentreffer war vermeidbar. Schneider: „Da fehlte die abgesprochene Zuordnung.“

Seine Jungs werden sich zu Wochenbeginn daher einiges anhören dürfen. Sadrijaj, der bislang nur mit den Profis trainiert hatte und nun ins kalte U23-Wasser geworfen wurde, genießt noch einen Neulings-Bonus („Er hatte überhaupt keine Bindung zum Spiel, aber dafür habe ich unter den Umständen ein wenig Verständnis“).

Für den Rest der Truppe wird der Wochenstart jedoch ungemütlich ausfallen. „Einige sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben. Jetzt wird das Spiel gegen Elversberg schon richtungsweisend.“ Den A-Jugend-Schlussmann Johannes Focher nahm Schneider von seiner Kritik allerdings gänzlich aus: „Er hat seine Sache sehr gut gemacht.“

Autor: Aaron Knopp

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