Bezirksliga 14: Das Wichtigste kurz vor dem Start

Viele Favoriten und ein klarer Kandidat für den Keller

Felix Guth
12. August 2008, 15:21 Uhr

Kennen Sie das? Selbst auf der Arbeit geht man im Kopf immer wieder Spielsituationen durch, errechnet fiktive Tabellen und plaudert mit Kollegen vor allem über die Chancen „seines“ Clubs. Ein untrügliches Zeichen, dass der Saisonstart nahe ist. RS online beantwortet die wichtigsten Fragen und verrät, worauf man sich freuen darf.

Das ist neu:Nominell eigentlich recht wenig. Die Zusammensetzung der Staffel ist geblieben. Der TuS Stockum (Aufsteiger in die Landesliga) und die Absteiger Türkischer SV Witten, SV Hohenlimburg II und SuS Volmarstein verließen die Liga.

Mit dem SC Obersprockhövel und SV Boele-Kabel schafften zwei alte Bekannte den Sprung zurück in die Bezirksliga. Der TuS Wengern musste den Rückweg aus der Landesliga antreten und versucht mit dem Wittener Lars Kerwel als neuem Trainer den Neuaufbau zu schaffen.

Einziger echter Neuling ist der FC Inter Bochum, dem in mehrerer Hinsicht eine besondere Rolle zuzutrauen ist.

Die Hütte ist schon voll: Die Bochumer, im Vorjahr noch furioser Meister der A-Liga-Staffel 3, erlebten Sommermonate, die beinahe alles auf den Kopf stellten. Erst geriet der Aufstieg nachträglich in Gefahr, weil eine Massenabmeldung und Geldprobleme drohten. Dann entschloss sich der Verein schließlich, doch die Bezirksliga zu wagen, um dann für die ersten drei Vorbereitungswochen von der Bildfläche zu verschwinden.

Geld gibt es immer noch keines, kurz vor dem Liga-Start hat Inter in Ali Güngör aber nun so etwas wie einen Trainer und einen Kader von rund 15 Spielern. Ob das aber für die neue Klasse ausreicht, darf bezweifelt werden. In den jüngsten Testpartien ließ sich die Mannschaft jedenfalls vom C-Ligisten FC Libanon Dortmund mit 9:1 und von der SG Herten-Langenbochum II (Kreisliga A) sogar mit 11:0 abfertigen. Am ersten Spieltag heißt der Gegner VfB Schwelm, in der Vorsaison nur knapp am Aufstieg gescheitert.

Sogar der VfB Annen, Unterlegener im A-Liga-Titelkampf meldet sich zu Wort. "Inter wird die Quittung bekommen", meint Jens Vogt, Trainer der Wittener.

Der Kampf um Platz eins (und zwei):Der FLVW gab bereits vor Saisonbeginn bekannt, dass es eine Relegationsrunde für die Bezirksliga-Zweiten geben wird. Der Kreis der Aufstiegskandidaten wird damit noch größer.

Da sind die Teams, die fast zwangsläufig aus dem Spitzenfeld der Vorsaison übrig bleiben. Vizemeister FSV Witten etwa, der seine starke Mannschaft punktuell (unter anderem kamen Angreifer Fabian Fröhning und Mittelfeldmann Tim Bäcker) verstärkte. Oder der VfB Schwelm, ebenfalls mit einigen neuen Gesichtern. Hedefspor Hattingen bekam mit Bülent Duman einen Spielertrainer von gehobener Qualität und will im dritten Jahr nacheinander oben mitspielen. Auch die SG Welper und EtuS/DJK Schwerte schielen wieder an die Spitze.

Bliebt schließlich die SpVg. Hagen 11, wo sich in die Ambitionen allerdings einige Unwägbarkeiten mischen.

Alles anders, alles besser?Die "Elfer" tauschten wieder einmal fast ein komplettes Team aus, holten wie im Vorjahr Neue in zweistelliger Summe. So steht SpVg-Trainer Alfredo Pais wieder einmal vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen Charakteren ein Team zu formen.

Dabei lassen insbesondere die Neuverpflichtungen aus höheren Ligen viel Qualität erwarten. Die Spielvereinigung zählt deshalb zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg.

Trainer, die es wissen wollen:Fünf Clubs tauschten vor der Saison den Trainer aus. Mit Marius Kundrotas (TuS Hattingen), Inter Bochums Ali Güngöl und Bülent Duman (Hedef) sind drei absolute Neulinge am Werk.

Aufsteiger SV Boele-Kabel setzt auf Wolfgang Raabe, einen erfahrenen Hagener Coach. Beim Geisecker SV steht künftig Horst Freund an der Seitenlinie. Der ehemalige BVB-Profi feierte in den vergangenen Jahren einige Erfolge (unter anderem mit dem TuS Ennepetal) und will nun mit den Schwerter Vorstädtern eine gute Rolle spielen.

Autor: Felix Guth

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