SCHALKE: U19 wie 2002 im Finale

18. März 2005, 10:01 Uhr

"Ein richtig geiles Gefühl!" Markus Heppke, Kapitän der Schalker A-Jugend, bringt die Stimmung in der Mannschaft nach dem Halbfinale des DFB-Junioren-Vereinspokals auf den Punkt.

"Ein richtig geiles Gefühl!" Markus Heppke, Kapitän der Schalker A-Jugend, bringt die Stimmung in der Mannschaft nach dem Halbfinale des DFB-Junioren-Vereinspokals auf den Punkt. Mit 5:3 gewannen "die Knappen" am Sonntag nach Elfmeterschießen im Möslestadion beim Sportclub Freiburg.

Dabei lief der S04-Nachwuchs gegen defensiv lauernde Breisgauer fast eine Stunde lang dem 0:1-Rückstand (29., Andreas Glockner) hinterher. "Wir haben immer an uns geglaubt, waren einfach das bessere Team", kennt der Spielführer den Grund, warum die "Königsblauen" die Begegnung doch noch drehen konnten.
Sechs Minuten vor Schluss gelang den Gelsenkirchenern der erlösende Ausgleich. Aus 22 Metern schoss der eingewechselte Serkan Durmaz den Ball präzise in den Torwinkel. "Sensationell, genauer ging's nicht", schwärmt "Knappen"-Coach Norbert Elgert. Nach dem Treffer bildete sich eine riesige blau-weiße Traube. "Alle sind wie bekloppt zusammen gelaufen und haben gejubelt. So etwas habe ich noch nie erlebt", erinnert sich Heppke mit einer Gänsehaut.

In der Verlängerung erkannte der Schiedsrichter dem Revier-Verein zwei Tore ab, kurz vor Ende der ersten Halbzeit vergab Schalkes Alexander Baumjohann per Strafstoß die Mega-Chance, der Truppe das große Zittern im Elfmeterschießen zu ersparen. Als die 30 Extra-Minuten torlos verlaufen waren, bewies sein Mannschaftskamerad Manuel Neuer, der gestern auch das Tor der U19-Auswahl des DFB beim Spiel gegen Italien hütete, beim Duell vom Punkt Nerven wie Drahtseile: Erst hielt er einen SCF-Elfer und traf dann selbst.

"Das war ein Hitchcock-Thriller", schnauft der S04-Coach nach dem Finaleinzug erleichtert durch. 2002 konnte Elgert schon einmal den Pott in den Pott holen.
Der Gegner für das Endspiel am 27. Mai im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wird noch zwischen der technisch starken Tennis-Borussia Berlin und den "Kämpfern" von Hansa Rostock ermittelt. "Egal, auf wen wir treffen: Es wird ein harter Brocken", glaubt Elgert. "In Berlin geht es rund, wir gewinnen", strotzt Teamkapitän Heppke jedenfalls vor Selbstbewusstsein.

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