DÜSSELDORF A-Jugend: Stotter-Start - Rückrunden-Basis legen

cb
08. Oktober 2004, 11:45 Uhr

Fünf Spiele, kein Punkt. Den Start in die A-Jugend Bundesliga West hat sich der Unterbau von Fortuna Düsseldorf sicher ganz anders vorgestellt.

Fünf Spiele, kein Punkt. Den Start in die A-Jugend Bundesliga West hat sich der Unterbau von Fortuna Düsseldorf sicher ganz anders vorgestellt. Zuletzt gab es ein 0:4 gegen Alemannia Aachen. Grund genug für Diskussionsrunden. "Wir haben die Aachen-Partie und die letzten Auftritte genau analysiert", erklärt Fortuna-Coach Harald Becker, "wir mussten einfach eine Bestandsaufnahme machen, gerade nach der guten Vorbereitung musste die Frage gestellt werden, haben die Jungs Schritte nach vorne gemacht."
Zusätzlich hat die Elf sich alleine zusammengesetzt: "Zehn Minuten", erinnert sich der Trainer, "jetzt haben wir Ergebnisse. Ich werde noch einige Einzelgespräche führen. Insgesamt haben wir beschlossen, wir müssen als Mannschaft noch enger zusammenrücken. Zudem werden wir unser Ziel, einen Platz im Mittelfeld, nicht aus den Augen verlieren."
Immerhin konnten die Nachwuchs-Kicker sich in den letzten Jahren stets durch eine gute Rückrunde auszeichnen. Becker: "Dafür müssen wir jetzt die Basis schaffen. Wir wussten ja, es wird wieder schwer. Schade, dass es gleich zum Start so schlecht läuft." Die Trainer-Erklärung. "In der ersten Begegnung gegen Bonn haben viele gedacht, die liegen uns. Dann ging das Match in die Hose, schon machte sich Unsicherheit breit." Hinzu kommen drei nicht gerade leichte Aufgaben. Zuerst müssen die Kö-Städter nach Essen, es folgen die Jugend-Teams von Leverkusen und Bochum. "Irgendwann müssen auch die Serien der Großen brechen. Ich hoffe gegen uns", erklärt Becker, der aber erstmal das Duell mit Essen bestehen muss. Gutes Omen: "Letztes Jahr haben wir bei RWE gewonnen. Es wird ein heißes Pflaster", weiß Becker, "aber wir wollen punkten, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen."
Und es gibt Kicker, die jetzt in der Pflicht stehen. "Die älteren Jahrgänge", berichtet Becker, ohne Namen zu nennen, "besonders die, die im Verein Ansprüche erheben, eine Perspektive aufgezeigt bekommen wollen." Trotz der momentanen Krisen-Situation ändert sich an der Arbeit vom Coach nichts. "Ich kann weiter in Ruhe agieren, muss aber jetzt den Jungs unter die Arme greifen. Ich darf keinen hängen lassen."
Denn auch der Trainer weiß: "Es ist noch nichts verloren." Ein Fakt: In der Liga herrscht eine Zweiklassen-Gesellschaft, in der im unteren Teil der Tabelle keiner eine Serie hinlegen wird. Becker: "Man sieht es an den Ergebnissen. Früher war ein 8:0 oder ein 11:1 ein Zufalls-Produkt. Aktuell nicht mehr." Es ist einfach eine logische Entwicklung. "Richtig", nickt der Coach, "die Spreu trennt sich vom Weizen. Die Bundesligisten investieren immer mehr in die Jugendinternate, wir haben diese Möglichkeit zum Beispiel nicht. Aber wir werden nicht jammern."
Stattdessen werden die Düsseldorfer weiter hart arbeiten, um die ersten Liga-Punkte einzuheimsen, am besten Sonntag bei RWE. Becker deutlich: "In Essen kann man immer was holen."

Autor: cb

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