Michael Kulm, Coach, und Thomas Strunz, Sportlich Verantwortlicher, haben bei der Kaderzusammenstellung ausgiebig die Youngsterkarte gezogen.

RWE: Freitag-Flutlicht-Start in Lotte nicht verbocken

Penn: "Nicht verstecken"

Oliver Gerulat
21. Juli 2008, 20:00 Uhr

Michael Kulm, Coach, und Thomas Strunz, Sportlich Verantwortlicher, haben bei der Kaderzusammenstellung ausgiebig die Youngsterkarte gezogen.

Dazu gehört auch Krisha Penn, der sich bis zum Start in Lotte beweisen will. "Die Truppe macht einen richtig guten Eindruck", legt sich der 21-Jährige nachdrücklich fest. Penn wurde aus der letztjährigen U23 berufen, war davor in der Essener U19 bei Coach Sven Demandt. Kulm und Penn kennen sich schon lange genug. "Wir müssen keine großartigen Gespräche mehr führen, ich weiß, was der Trainer sehen will." Disziplin und Ordnung, auf dem Feld und auch abseits des Rechtecks. Der 1,87-Meter-Mann weiter: "Außerdem sind mir meine Schwächen und Stärken bewusst, mir ist klar, an was ich noch zu arbeiten haben."

Beim Teambuilding Achterbahnfahrt im Europapark war Penn mitten drin, nicht nur dabei. "Diese zehn Sekunden Bauchkribbeln reizten mich schon." Nicht alle Kicker ließen sich darauf ein. Nichts, was Kulm störte, so lange die Vorgabe rein sportlich befolgt wird. Für Penn kein Problem. "Ich denke, wir beide halten viel voneinander." Deshalb auch sein Weg aus der Jugend bis in die erste Mannschaft. Der Ex-Düsseldorfer: "So was nennt man wohl eine kontinuierliche Entwicklung." Die jetzt keinen Aussetzer haben soll.

Die rechte Außenbahn ist das Penn-Einsatzgebiet, rechts und links hinten fühlt sich der Akteur allerdings auch nicht missbraucht. Dazu ist Penn nahezu beidfüßig. "Man findet doch kaum Leute, die nicht mit beiden Füßen was machen können."

Penn kann auch mit dem Kopf arbeiten, seit knapp sechs Monaten absolviert er eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann beim Düsseldorfer Unternehmen VVA von Vorstandsmitglied Stefan Meutsch. Penn: "Aktuell bin ich in einer Abteilung, die sich um Festivals mit Sportarten wie Snowboard- oder Moutain-Bike-Fahren kümmert." Bald kommen Fußballveranstaltungen dazu, ergänzt durch das populäre public viewing.

Attraktiv soll vor allen Dingen wieder der Gang zur Hafenstraße werden. "Wir haben eine gute Mischung an Akteuren", legt sich Penn fest, "es gibt Jungs, die höherklassig spielten." Wie ein Markus Kurth. Penn: "Das hilft jungen Spielern wie mir, mich zu orientieren. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben." Exakt das, was Kulm immer betont. Penn: "Markus muss zum Beispiel auch nicht viel reden, er macht einfach, dient als Vorbild." Es sollte ihm nicht schwer fallen, schließlich wird der Oldie in zehn Tagen 35 Lenze.

In Lotte startet RWE die Spielzeit, die mit dem Comeback in der 3. Liga enden soll. "Verstecken müssen wir uns bestimmt nicht", formuliert Penn komplett entspannt. "Natürlich ist der Druck da, wieder hoch zu gehen, aber wir haben doch alle das identische Ziel. Wichtig ist, alles Schritt für Schritt zu vollziehen und nicht schon über das Ende der Saison zu philosophieren."

Angefangen am Freitag, 15. August, um 18.30 Uhr, die Begegnung gegen die Sportfreunde in der PGW-Arena am Lotter Kreuz wird mit 6000 Zuschauern unter Flutlicht ausverkauft sein. "Der Start in die Liga muss gut sein", fordert Penn, "die Auswirkungen haben wir doch in der letzten Spielzeit bei der U23 gesehen." Die Auswahl ließ sich nicht stoppen und wurde mit 20 Punkten überragend Meister der Verbandsliga Niederrhein. Das Auftaktmatch der ersten Mannschaft ging mit 1:4 gegen RWO in die Hose, auch diese Geschichte ist bekannt. Penn, in der Jugend beim MSV und bei Mönchengladbach, betont: "Dass die U23 so souverän durch die Liga ging, war auch Zeichen von Qualität."

Deshalb sind Akteure wie er nach oben gezogen worden, weil sich Klasse durchsetzen muss. Penn: "Offensiv und attraktiv, deshalb kamen hinterher auch immer mehr Fans zu uns." Auch nach Lotte wird sich eine große Anzahl in Bewegung setzen.

Autor: Oliver Gerulat

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