Neue Tribüne, neuer VIP-Raum, neue Mannschaft – neues Glück.

WSV: Christopher Mahrt wird verpflichtet

Vertrag mit Familien-Anschluss

12. Juli 2008, 20:18 Uhr

Neue Tribüne, neuer VIP-Raum, neue Mannschaft – neues Glück.

WSV-Präsident Friedhelm Runge war jedenfalls sichtlich angetan vom 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den 1. FC Köln vor 5.066 Zuschauern. Nur von einem war er enttäuscht: "Der Kleine hat nicht das gezeigt, was er kann."

"Der Kleine", damit war Christopher Mahrt gemeint. Der 19-Jährige vom FC St. Pauli wirbelt seit mehreren Tagen im Probetraining (RS berichtete) und überzeugte sowohl in den Einheiten als auch im ersten Härtetest gegen Kattowitz. Doch gestern lief nicht viel bei ihm zusammen.
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"Ich habe vor dem Match keinen Druck gespürt, aber ich habe eben zum ersten Mal gegen so ein hochklassiges Team gespielt", konnte der Youngster eine gewisse Nervosität nicht von der Hand weisen. Die Folge: Nach seiner Einwechslung in der 70. Minute machte das Offensiv-Talent vor allem mit ungenauen Abspielen auf sich aufmerksam. Dabei dürften auch die Meniskusprobleme eine Rolle gespielt haben, mit denen Mahrt derzeit ein wenig zu kämpfen hat. "Zudem habe ich ein paar Mal in den Rasen getreten", berichtet der Hamburger.

An das Geläuf im Stadion am Zoo wird er sich gewöhnen müssen. Dass die Verantwortlichen trotz des Auftritts gegen Köln durchaus angetan sind, das können sie kaum verhehlen. "Es macht Spaß, dem Jungen zuzuschauen. Unser Trainer Christoph John muss sich überlegen, ob er ihn will", betont Runge. Und John hob bereits den Daumen: Der Youngster wird verpflichtet! "Wir werden nun das Gespräch suchen. Er hat Perspektive, vielleicht könnten wir ihn auch längerfristig an uns binden, für zwei oder drei Jahre", bestätigt Manager Carsten Pröpper.

Der Präsident denkt bereits weiter: "Wenn Christopher kommt, soll er sich auch wohl fühlen. Wir müssen dafür garantieren, dass er einen Familien-Anschluss bekommt", plädiert Runge für die Variante mit Gast-Eltern. "Davon weiß ich noch gar nichts", zeigt sich Mahrt überrascht. Aber er verspricht: "Daran wird es nicht scheitern. Ich freue mich riesig, wenn ich helfen darf."
Weniger optimistisch sind dagegen die Aussichten beim anderen Probanden Benjamin Venekamp. "Da sind wir noch nicht so weit. Vielleicht darf er am kommenden Dienstag gegen Schalke spielen, danach wird auch dort eine Entscheidung fallen", erklärt Pröpper. Zumindest geographisch hätte der bisherige Wolfsburger einen Vorteil gegenüber Mahrt: Er wohnt in Solingen.

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