Die beiden Tore von Lukas Podolski beim 2:0 (1:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Polen haben auch im Geburtsland des Stürmers für ein gewaltiges Echo in der Medienlandschaft gesorgt.

EM: Pressestimmen zum Deutschland-Spiel

"Lukas, wie konntest du das tun?"

sid
09. Juni 2008, 16:29 Uhr

Die beiden Tore von Lukas Podolski beim 2:0 (1:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Polen haben auch im Geburtsland des Stürmers für ein gewaltiges Echo in der Medienlandschaft gesorgt.

`Lukas, wie konntest du das tun?´, fragte die Tageszeitung Gazeta stellvertretend für eine ganze Nation. Ähnlich las es sich in der angesehenen Zeitung Rzeczpospolita: `Der gebürtige Gleiwitzer Lukas Podolski hat uns mit seinen beiden Toren versenkt.´ Das Boulevardblatt Super Express titelte mit Blick auf Podolski und den ebenfalls in Polen geborenen Miroslav Klose: `Die Polen haben uns erledigt!´

Die Pressestimmen im Überblick:

DEUTSCHLAND - POLEN 2:0 (1:0)

Polen:

Gazeta:

`Polen hat zwar öfter auf das Tor geschossen, hatte mehr Ballkontakte, aber die Deutschen haben wieder gewonnen - zum zwölften Mal. Zwei Tore des gebürtigen Polen Lukas Podolski - Lukas, wie konntest du das tun?´
Fakt:

`Polen hat Klagenfurt erobert - aber wir haben 0:2 gegen Podolski verloren. Der Held war der in Schlesien geborene Lukas Podolski, leider hat er die Tore für unseren Gegner geschossen.´

Super Express:

`Die Polen haben uns erledigt! Wir hatten große Hoffnungen, aber es endete wie immer. Jetzt noch ins Viertelfinale zu kommen wird sehr schwer.´

Rzeczpospolita:

`Deutschland hat mal wieder gewonnen. Der gebürtige Gleiwitzer Lukas Podolski hat uns mit seinen beiden Toren versenkt. Er wollte nie für Polen spielen, aber er hat immer gut über das Land seiner Eltern gesprochen und auch nach seinen beiden Toren keine große Euphorie gezeigt. Auch seine Kollegen haben es nicht übertrieben.´

Dziennik:

`Der Schiedsrichter hat sich zu unserem Nachteil geirrt. Es sollte das Wunder von Klagenfurt werden, aber es wurde wie immer. 0:2 gegen Podolski - Leo, warum?´

Österreich:

Der Standard:

`Wie die deutschen dieses Spiel absolviert haben, gibt Anlass zu schönen Hoffnungen. Oder, je nachdem, zu schlimmsten Befürchtungen. Wer ein Kroate ist oder ein Österreicher, wird sich wohl a wengerl fürchten müssen.´

Kronenzeitung:

`Polen von deutschen Polen eiskalt abgeschossen. Nach der Pause geriet der Favorit der Gruppe B auch kurzfristig ins Wanken.´

Kurier:

`Punktlandung im Reich der Träume. Zwei Tore von Lukas Podolski und eine souveräne Darbietung untermauern die deutsche Favoritenstellung.´

Österreich:

`Prinz Poldi krönt Deutschland´.

Frankreich:

France Soir:

`Deutschland beginnt stark. Es war ein logischer Sieg, in dem die Mannschaft ihre technische und taktische Überlegenheit ausgespielt hat. Das ging gut los.´

Le Parisien:

`Für La Mannschaft hat die EURO gut begonnen.´

L´Equipe:

`Deutschland ist schon da. Dieser Sieg hat bestätigt, dass die Lieblingself der Buchmacher das Zeug zum Titelanwärter hat.´

Le Figaro:

`Deutschland ist dem Favoritenstatus vollauf gerecht geworden. Die Spieler von Joachim Löw haben ihr Talent ausgebreitet. Deutschland war, wie Portugal, auf der Höhe.´

ÖSTERREICH - KROATIEN 0:1 (0:1)

ÖSTERREICH

Kronenzeitung:

`Bitterer Auftakt! Toll gespielt, 0:1. Traum platzte schon nach vier Minuten. Viel bitterer geht es nicht. Schade! Ihr hättet den Punkt verdient.´

Österreich:

`Begeisternd gespielt, bitter verloren: Elfer zerstört unseren Traum. Aber: So können wir gegen Polen siegen. Todesstoß nach drei Minuten. EURO-Traum dauerte für uns nur 180 Sekunden.´

Der Standard:

`Am Anfang war das Gegentor. Österreich hat sein erstes EM-Endrundenspiel der Geschichte knapp, aber keineswegs blamabel verloren. Ja, phasenweise konnten Österreichs Spieler die vielgerühmten Kroaten durchaus beherrschen.´
Kurier:

`Applaus für die Verlierer - Österreich verlor das erste EM-Spiel gegen Kroatien unglücklich durch ein Elfmeter-Tor. Ein kalter Start und ein heißes Finish.´

Die Presse:

`Kroatien gewinnt mit Glück. Großes Kämpferherz reichte nicht. Österreich fand im brodelnden Prater-Stadion zu spät ins Turnier und erst über den Kampf zum Spiel.´

Kroatien:

Slobodna dalmacia:

`Ein mühevoller Sieg. Oh ja, wir haben gezittert und gefürchtet, sind aber noch einmal davongekommen. Ob wir mit so einer armseligen Leistung weiterkommen können, steht in den Sternen.´

Jutarnji list:

`Ohne Leistung zum Sieg. Mit Pressing, Laufstärke und Kampf haben wir den Führungstreffer geschafft, und mit Konzentration in der Abwehr gelang es, den wertvollen, süßen und minimalen Sieg zu bewahren.´

Vecernji list:

`Kroatien besiegt Österreich mit größter Mühe. Jetzt können wir aufatmen. Es bleibt die Hoffnung, dass Bilic vor dem Deutschland-Spiel alle Schwächen ausmerzt. Klose, Ballack und Co. sind nicht Harnik und Ivanschitz. Da wird es keine Gnade geben.´

Autor: sid

Kommentieren