Gipfeltreffen in der Champions League: Sowohl Gastgeber FC Barcelona als auch Werder Bremen spielen derzeit in Galaform. Im direkten Duell heute (20.45 Uhr) benötigen die Deutschen allerdings die Punkte weitaus nötiger.

Bremen vor der hohen Hürde Barcelona

jso
22. November 2005, 09:09 Uhr

Gipfeltreffen in der Champions League: Sowohl Gastgeber FC Barcelona als auch Werder Bremen spielen derzeit in Galaform. Im direkten Duell heute (20.45 Uhr) benötigen die Deutschen allerdings die Punkte weitaus nötiger.

Werder Bremen ist in Top-Form - doch reicht das, um das derzeit wohl beste Team Europas in die Schranken zu weisen? Nach dem 6:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende fährt Werder Bremen zumindest mit breiter Brust zum Champions-League-Duell beim FC Barcelona (heute/20.45 Uhr/live bei Premiere). Barca hatte durch eine 3:0-Gala bei Real Madrid am Samstag allerdings ebenfalls viel Selbstvertrauen getankt.

Mindestens einen Punkt wollen die Hanseaten aus dem Stadion Nou Camp des übermächtig erscheinenden spanischen Meisters entführen, das Tor zum Achtelfinale ein weiteres Stück aufstoßen und sich für die 0:2-Niederlage im Hinspiel Mitte September revanchieren.

Schaaf will nicht leer ausgehen

"Wir haben in den vergangenen Wochen viel dazugelernt. Jetzt wird man sehen, ob dies gegen Barcelona reicht. Das Spiel ist für uns aber nicht entscheidend. Wir wollen zwar etwas mitnehmen, aber wichtig ist vor allem die Partie zwei Wochen später gegen Panathinaikos Athen. Das ist unser Endspiel um den Einzug ins Achtelfinale", sagt Sportdirektor Klaus Allofs. Trainer Thomas Schaaf fügt hinzu: "Die Partie gegen Wolfsburg hat unserer Sicherheit einen weiteren Schub gegeben. Wir fahren mutig nach Barcelona und können uns dort beweisen."

Trotz dieser selbstbewussten Ankündigungen ist der Respekt vor der mit Superstars gespickten Barca-Truppe, die sich in der Königsklasse bereits vor der Partie gegen Werder für die Runde der letzten 16 qualifiziert hat, bei den Hanseaten allgegenwärtig. Nachdem Schaaf den souveränen Erfolg der Katalanen beim spanischen Rekordmeister Real per Video studiert hatte, zeigte sich der Coach "beeindruckt, wenn auch nicht überrascht". Die Gazetten auf der iberischen Halbinsel hatten nach der beeindruckenden Leistung von Barcelona in Madrid den zweifachen Torschützen und Welt-Fußballer Ronaldinho kurzerhand zum Außerirdischen gestempelt.

Der finnische Nationalspieler Petri Pasanen kommt nach seinem Schädeltrauma auch in Barcelona noch nicht wieder als Abwehrstabilisator in Frage und wird ebenso wie Stürmer Ivan Klasnic (Blinddarm-Operation) weiter fehlen. Die Gastgeber werden derweil auf Mark van Bommel und Juliano Belletti verzichten müssen. Eine echte Schwächung für die Elf von Trainer Frank Rijkaard scheint jedoch selbst deren Ausfall nicht zu sein - beide fehlten auch gegen Real. Außerdem lässt der Niederländer auch den Argentinier Messi und den spanischen Nationalspieler Xavi im Zuge des Rotationsprinzips pausieren. "Ich glaube auch nicht, dass Barcelona gegen uns einen Gang zurückschalten wird", sagt Schaaf.

Autor: jso

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