Mit einer 0:1 (0:1)-Niederlage beim PSV Eindhoven ist der FC Schalke 04 in die Champions League gestartet. Jan Vennegoor of Hesselink erzielte in einer eher mäßigen Partie das Tor des Tages für die Gastgeber.

Schalke erwischt Fehlstart in Eindhoven

13. September 2005, 22:42 Uhr

Mit einer 0:1 (0:1)-Niederlage beim PSV Eindhoven ist der FC Schalke 04 in die Champions League gestartet. Jan Vennegoor of Hesselink erzielte in einer eher mäßigen Partie das Tor des Tages für die Gastgeber.

Vizemeister Schalke 04 hat bei seiner Rückkehr auf die Champions-League-Bühne nach 1414 Tagen kräftig Lehrgeld bezahlt. Die Elf von Trainer Ralf Rangnick kassierte nach einer enttäuschenden Vorstellung eine 0:1 (0:1)-Niederlage beim 18-maligen niederländischen Meister PSV Eindhoven und befindet sich damit vor dem Duell mit dem italienischen Vorjahresfinalisten AC Mailand am 28. September schon in Zugzwang.

Vor 30.000 Zuschauern im Philipsstadion zu Eindhoven machte der niederländische Sturmriese Jan Vennegoor of Hesselink mit seinem Kopfball-Tor in der 33. Minute die 22. Schalker Niederlage in der 78. Europacup-Partie perfekt. Dabei knüpften die "Königsblauen" an die zuletzt schwachen Leistungen in der Bundesliga an und präsentierten sich gegen den Vorjahres-Halbfinalisten der "Königsklasse" viel zu ängstlich.

Lincoln nicht zu sehen

Vor allem im Mittelfeld fehlte bei den Schalkern die ordnende Hand, der brasilianische Spielmacher Lincoln tauchte über weite Strecken ab. So hingen die beiden Spitzen Kevin Kuranyi und Ebbe Sand völlig in der Luft. Anders dagegen die lauf- und zweikampfstarken Niederländer: Die Elf von Starcoach Guus Hiddink erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht, ohne spielerisch zu glänzen.

Die Führung resultierte aus einer Unachtsamkeit in der Schalker Hintermannschaft. Nach einer Ecke von US-Nationalspieler DaMarcus Beasley stand der 1,92m große Vennegoor of Hesselink völlig frei und köpfte zur Führung ein. "Es gibt nur einen starken Kopfballspieler bei Eindhoven und der steht völlig frei. Das geht nicht. So gewinnt man keine internationalen Spiele", schimpfte Manager Rudi Assauer zur Pause und sprach von einer "katastrophalen Leistung" sowie "einigen Totalausfällen" im Team.

Kaum Gefahr im PSV-Strafraum

So hätte der PSV, der nach dem Abgang von fünf Leistungsträgern in der Sommerpause (Mark van Bommel, Johan Vogel, Ji-Sung Park, Young-Pyo Lee und Wilfred Bouma) sowie dem Ausfall von Kapitän Alex längst nicht den Glanz aus der Vorsaison versprühte, in der ersten Halbzeit deutlich höher führen können. DaMarcus Beasley (19. und 39.) sowie Philip Cocu (41.) ließen allerdings gute Torgelegenheiten ungenutzt. Auf der Gegenseite tauchte lediglich einmal Kevin Kuranyi nach einem Freistoß von Lincoln gefährlich vor dem Tor auf (25.).

Im zweiten Durchgang waren die Gäste bemühter und erhöhten ein wenig das Tempo. Das lag aber auch daran, dass sich der PSV in die eigene Hälfte zurückzog und den Vorsprung nur noch verwaltete. Zwingende Torchancen blieben aber auf Schalker Seite Mangelware. Die besten Möglichkeiten zum Ausgleich hatten Sand, der per Kopf aus drei Metern scheiterte (60.) sowie Joker Sören Larsen (87.).

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