Hier die RS-Einzelkritik vom BVB-Auftritt gegen den VfL Wolfsburg.

BVB: Einzelkritik gegen Wolfsburg

Höttecke patzt erneut

19. Mai 2008, 13:15 Uhr

Hier die RS-Einzelkritik vom BVB-Auftritt gegen den VfL Wolfsburg.

Marcel Höttecke (5): Unglücklich beim 0:1, weil „Kuba“ auf der Linie das Abseits aufhob (3.). Dafür aber mit der gesamten Schuld beim 0:2 (6.), als er Marcelinhos Freistoß ins Tor flutschen ließ. Machtlos zwar gegen Marcel Schäfers Strahl zum 1:3 (62.), allerdings mit Mithilfe am Wolfsburger 2:4 (75.). Insgesamt das bislang schwächste Bundesliga-Match des Youngster.

Antonio Rukavina (4): Wirkte geschockt von den beiden frühen Gegentreffer und leistete sich viele vermeidbare Fehler in der Anfangsviertelstunde. Gut allerdings seine Grätsche gegen den freien Grafite (44.). In Hälfte zwei dann mit einigen guten Vorstößen, dafür vernachlässigte er allerdings seine Defensivaufgaben.

Mats Hummels (2): Mit der Souveränität eines alten Hasen meldete er sowohl Grafite als auch Edin Dzeko völlig ab. Zudem mit einer ganz starken Offensivszene vor dem 1:2-Anschlusstreffer (23.), für die er eigentlich mit einem Assist-Punkt belohnt werden müsste. Auch sein Traumpass auf den durchstartenden Tinga (53.) sah sehr gut aus.

Christian Wörns (3): Im letzten Bundesliga-Spiel für den BVB grundsolide in der Verteidigung. Sehr aufmerksam, wie er Kruskas Fehler ausbügelte (21.). Dazu hätte er fast noch einen Abschiedstreffer erzielt (73.), doch sein Kopfball strich knapp über den VfL-Kasten.

Leonardo Dede (3-): Ungewohnt gehemmt in der Anfangsphase, dann aber mit verstärktem Offensivdrang. In Hälfte zwei mit sehr guter Szene über links, als er sich schön durchtankte und dann per Traumflanke den leicht im Abseits stehenden Frei bediente (71.).

Marc-André Kruska (4): Fiel zunächst negativ mit seinem groben Schnitzer gegen Marcelinho auf (21.), auch im Anschluss nicht fehlerfrei, aber mit einigen guten Flügelwechseln auf die freien Rukavina und Dede. Hatte Glück, dass er nicht frühzeitig vom Platz flog (53.).

Jakub Blaszczykowski (5): Trat nicht so häufig in Erscheinung wie zuletzt und kam über einige gute Ansätze nicht hinaus (22., 35.). Zudem mit dem entscheidenden Fehler vor dem 1:3, als er Schäfer marschieren ließ (62.).

Tinga (4): Brauchte einige Zeit, um in die Partie zu finden und bot einen ungewohnten Anblick, als er sich von Marcelinho den Ball wie ein Schuljunge abjagen ließ (8.). Starker Lauf in die Wolfsburger Schnittstelle (53.), ansonsten auch in Hälfte zwei wenig nennenswerte Szenen.

Giovanni Federico (3): Sein Torschuss aus 18 Metern (20.) war so etwas wie der Weckruf für die Borussen, die danach stärker wurden. Bewies sein gutes Auge beim Traumpass auf Frei, der nur noch einzuschieben brauchte (23.). Sein Kopfball strich nur knapp am Pfosten vorbei (47.), danach mit starkem Einsatz gegen drei Wolfsburger (72.).

Nelson Valdez (3-): Wie immer sehr lauffreudig und auf beiden Seiten als Vorbereiter präsent. Erst mit Kopfballablage auf Federico (20.), dann mit einem klasse Pass in die Schnittstelle auf Frei (41.). Zudem mit guter eigener Chance kurz vor der Pause (45.) und einer punktgenauen Flanke auf Federico (47.).

Alexander Frei (2): Beim 1:2-Anschlusstreffer noch hellwach, als er Federicos Vorlage sicher verwandelte (23.). Holte dann gegen Diego Benaglio geschickt den Strafstoß heraus, scheiterte mit diesem allerdings am VfL-Keeper (42.). Mit ganz viel Willenskraft beim 2:3 (68.). Sein dritter Treffer zum 3:3 wurde wegen Abseits nicht gegeben (69.).

Florian Kringe (4): Wirkte nach seiner Verletzungspause noch etwas kraftlos und konnte sich deshalb kaum in Szene setzen. Sehr schön allerdings sein Doppelpass mit Dede (71.).

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