Eigentlich wollte sich Markus Daun mit dem Klassenerhalt aus Duisburg verabschieden.

Dauns Wechselbad: Tor, Abstieg, Zaun-Zoff

„Es war zu wenig, um drin zu bleiben"

Thomas Tartemann
11. Mai 2008, 13:57 Uhr

Eigentlich wollte sich Markus Daun mit dem Klassenerhalt aus Duisburg verabschieden.

„Ich bin noch nie abgestiegen, das sollte so bleiben. Leider ist der Wunsch nicht in Erfüllung gegangen“, musste „Dauni“ nach dem 2:3 gegen die Bayern feststellen.

Überraschend war der künftige Aachener im Duell mit dem Double-Gewinner ins Start-Team gerückt, mit dem Tor zum 2:3 sorgte er zumindest für neue Hoffnungs-Funken im Zebra-Lager. „Freuen“, sagt der Offensiv-Mann, „freuen konnte ich mich über mein Tor nicht. Dafür ist der Abstieg einfach zu bitter. Wichtig wird jetzt sein, wieder aufzustehen. Das gilt nicht für mich, denn ich spiele ja nächste Saison in Aachen, aber das gilt für die Jungs, die weiter das MSV-Trikot tragen.“

Dass der Todesstoß nicht erst gegen die Bayern kam, sondern die Überlebens-Chancen durch die vielen Stiche in den vergangenen Wochen schwanden, ist Daun bewusst: „Der Abstiegs-Prozess hat sich länger hingezogen. Letztendlich war es zu wenig, um die Klasse zu halten.“

Und trotzdem hätte es fast doch ein Finale am letzten Spieltag gegeben, zumindest schlugen die Emotionen nach dem Einblenden einer angeblichen 2:3-Niederlage von Arminia Bielefeld gegen Dortmund noch einmal hoch. Daun: „Ich bin nach dem Abpfiff zu den Fans gegangen, wollte sie beruhigen. Es gab Diskussionen nach diesem Falsch-Ergebnis, es sind einige derbe Worte gefallen. Die Anhänger waren gefrustet, ich auch. Es ist aber nicht so, dass ich ein Problem mit den Jungs hätte. Es ist halt Herzblut dabei.“

Autor: Thomas Tartemann

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