Dem VfB Stuttgart reicht heute Abend (20.45 Uhr) in der Champions League gegen die Glasgow Rangers bereits ein Remis, um ins Achtelfinale einzuziehen.

Stuttgart reicht Unentschieden fürs Achtelinale

us
26. November 2003, 20:14 Uhr

Dem VfB Stuttgart reicht heute Abend (20.45 Uhr) in der Champions League gegen die Glasgow Rangers bereits ein Remis, um ins Achtelfinale einzuziehen. "Wir können gar nicht auf Remis spielen", weiß Coach Felix Magath.

Mit großem Selbstbewusstsein erwartet der VfB Stuttgart heute Abend die Glasgow Rangers zum Champions-League Duell (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere). "Ohne Wenn und Aber: Wir wollen den Sack zumachen", sagte VfB-Keeper Timo Hildebrand. Schon ein Remis würde den Schwaben zum Einzug unter die besten 16 reichen und weitere 1,6 Millionen Euro in die Klubkasse spülen.

VfB-Teammanager Felix Magath nimmt derweil die Last von seinen Schützlingen. "Dadurch, dass wir den dritten Platz in unserer Gruppe schon sicher haben, ist der Druck nicht so gewaltig, denn im UEFA-Cup sind wir ja auf alle Fälle", erklärte der 50-Jährige.

Doch auch Magath hat mit dem deutschen Vize-Meister gleich im ersten Jahr in der "Königsklasse" das Achtelfinale fest im Visier. "Jetzt, wo wir so nah dran sind, wollen wir die nächste Runde natürlich mit allen Mitteln erreichen", sagte Magath und setzt auf kontrollierte Offensive: "Wir können gar nicht auf Remis spielen. Wir wollen gewinnen und zeigen, dass wir zu Recht in die nächste Runde gehören."

Nur Innenverteidiger Bordon fällt aus

Bis auf Abwehrrecke Marcelo Bordon (Adduktoren-OP) kann Magath auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Mittelfeldspieler Jurica Vranjes hat seinen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich auskuriert. Der in der Bundesliga gesperrte Fernando Meira kehrt in die Innenverteidigung zurück. Dafür rückt Kapitän Zvonimir Soldo auf seine angestammte Position ins zentrale Mittelfeld. Soldo ist der einzige VfB-Akteur, der bei der letzten Heimniederlage auf Europas Fußball-Bühne im September 1998 (1:3 gegen Feyenoord Rotterdam) auf dem Platz stand.

Eine Pleite gegen die Rangers wollen die Stuttgarter vor 50.348 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion, darunter knapp 3000 schottische Fans, mit aller Macht verhindern. "Dann müssten wir wohl zum Abschluss der Vorrunde in Manchester gewinnen und darauf wollen wir uns nicht einlassen", meinte VfB-Schlussmann Hildebrand, der in dieser Saison erst in einem Spiel zwei Gegentore kassierte - bei der 1:2 Niederlage beim Champions-League-Debüt im Glasgower Ibrox-Park. Danach feierte der VfB daheim gegen "ManU" (2:1) und Panathinaikos Athen (2:0) sowie in Athen (3:1) ausnahmslos Siege.

Rangers stapeln tief

Die Rangers stapeln unterdessen tief. "Für uns wäre ein Sieg in Stuttgart und der Einzug ins Achtelfinale eine Sensation", erklärte Torhüter und Ersatzkapitän Stefan Klos, der 1997 mit Borussia Dortmund in der Champions League triumphierte. Für die "Gers" läuft es aber bislang alles andere als rund.

In der Meisterschaft hat das Team von Teammanager Alex McLeish fünf Punkte Rückstand auf Erzrivale Celtic. In Stuttgart muss McLeish neben dem deutschen Ex-Nationalspieler Christian Nerlinger (Wadenverletzung) und dem Niederländer Ronald de Boer (Knieprobleme) wohl auch auf Mikel Arteta (Oberschenkelblessur) verzichten.

Autor: us

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