BVB zittert vor Rückspiel gegen Brügge

db
27. August 2003, 17:40 Uhr

Bei Borussia Dortmund geht vor dem Rückspiel der Champions-League-Qualifikation heute Abend (20.30 Uhr) gegen den FC Brügge die Angst vorm eigenen Versagen um. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel ist ein Sieg Pflicht.

Für Borussia Dortmund ist es das "Spiel der Saison", denn bei einem Scheitern in der Champions-League-Qualifikation heute Abend (20.30 Uhr) gegen den FC Brügge drohen dem Börsenklub finanzielle Einbußen in Millionenhöhe: "Normalerweise rede ich nur über sportliche Dinge, aber das Verpassen der Champions League wäre finanziell ein riesiger Rückschritt", sagte Manager Michael Meier. Nach der blamablen Vorstellung bei der 0:1-Niederlage am letzten Samstag in Köln hatte der BVB-Manager seinen Spielern bereits "drakonische Konsequenzen" angedroht.

15 Millionen Euro stehen auf dem Spiel

Am heutigen Mittwoch erwartet der Verein deshalb Wiedergutmachung von seinen Angestellten, immerhin geht es um garantierte 15 Millionen Euro Einnahmen, die in der Vorrunde der Champions League winken würden. Ein Scheitern in der Qualifikation wäre finanziell nur durch das Erreichen des UEFA-Cup-Finales aufzufangen.

Der Druck von Vereinsseite hat bei den Spielern denn auch Spuren hinterlassen. Die Profis sind sich ihrer Verantwortung für die Zukunft des Revier-Klubs bewusst: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir uns nicht qualifizieren. Wenn wir es nicht schaffen, glaube ich, dann geht hier eine Bombe hoch. Ich trete an, um dieses Spiel zu gewinnen - egal wie", sagte der Brasilianer Dede stellvertretend für seine Kollegen.

Rekordkulisse von 62.000 Besuchern erwartet

Mit vermutlich 62.000 Zuschauern wird die Borussia heute Abend eine neue Rekordkulisse bei einem Europapokal-Spiel im Westfalenstadion begrüßen. Die Fans werden dann vor allem auf die Torjägerqualitäten von Marcio Amoroso hoffen, der trotz einer leichten Verletzung am Abend auflaufen soll. Der Brasilianer hatte mit seinem Anschlusstreffer im Hinspiel die guten Chancen für den BVB gewahrt. Verzichten müssen die Dortmunder jedoch auf Neuzugang Flavio Conceicao, für ihn rückt der in der Bundesliga gesperrte Sebastian Kehl in den Kader.

Mut macht den Borussen schließlich ein Blick in die Statistik: Bereits viermal in seiner Europacup-Geschichte verlor der BVB im K.o.-System auswärts 1:2 und kam dennoch in die nächste Runde.

Autor: db

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