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Sportmedizin: "Frag' den Doc" (Folge 1)

"Welche Verletzung ruiniert meine Karriere?"

Joachim Schubert
18. März 2008, 12:16 Uhr

In unserer neuen Kategorie "Frag den 'Doc'" stehen Eure und Ihre
Fragen im Mittelpunkt. Dafür haben wir keinen geringeren als Dr. Joachim Schubert gewonnen, der vor wenigen Wochen noch als Teamarzt für den Afrika-Vizemeister Kamerun tätig war und in den 90er Jahren als Mannschaftsarzt beim VfL Bochum tätig war. Folge 1: "Gibt es in der heutigen Zeit noch eine Verletzung, die das sichere Ende der Karriere bedeutet?"

[infobox-right][imgbox-center]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/921-7194_preview.jpeg [/imgbox]
Zur Person:

Dr. Joachim Schubert (55), Mediziner aus Bochum mit dem Spezialgebiet Sportmedizin, betreut in seiner Praxis viele Leistungssportler, darunter auch zahlreiche Fußballprofis und etliche Amateur- und Breitensportler. Der schnelle interdisziplinäre Austausch mit hoch kompetenten Ärzten anderer Fachrichtungen ermöglicht eine optimale und erfolgsorientierte medizinische Betreuung seiner Patienten. Dr. Schubert ist Mannschaftsarzt der Fußball-Nationalmannschaft von Kamerun und bestreitet mit dem Team Qualifikationsspiele zur WM 2010 in Südafrika. Von 1989 bis 1999 war er Vereinsarzt des VfL Bochum und 2006 Mannschaftsarzt von Togo bei der Fußball-WM in Deutschland.

www.sportmedizin-schubert.de [/infobox]Eine der schwersten Sportverletzungen, die einen Fußballspieler treffen kann und für ihn kurz- oder mittelfristig das Ende der Karriere bedeutet, ist eine tief greifende Knorpelverletzung am Kniegelenk, die im Rahmen eines Stauchungs- und Verdrehtraumas entstehen kann.

Heute können Meniskusverletzungen und Seitenbänder genäht und Kreuzbänder ersetzt werden - bei schwerwiegenden Knorpelverletzungen hat die Medizin bis heute noch kein probates Mittel in der Hand. Zwar gibt es diverse Operationsmethoden (Knorpelnaht, Fixation mit Schrauben, Bohrungen in den Knochen), die bei kleineren Defekten durchaus Erfolg haben. Wird der Knorpel jedoch zu sehr geschädigt, dann ist man machtlos.

Anfangs glaubt man nach entsprechender Rehabilitation noch an einen Erfolg. Belastet man dann erneut, hält der beschädigte Knorpel diese Belastung nicht aus. Das Knie wird dick, schmerzt, weitere Operationen drohen. Das Problem ist, dass der Knorpel selbst keine Heilungs- oder Regenerationstendenz hat, wenn er aus seiner Verankerung gerissen wird. Der darunter liegende Knochen kann die Belastung nicht aufnehmen - die rasche Ausbildung einer Arthrose droht.

Diagnostiziert wird die Knorpelverletzung mittels Kernspintomographie oder im Rahmen einer arthroskopischen Operation.

Habt ihr auch eine Frage an Dr. Joachim Schubert? Dann bitte eine email an: sportmedizin@reviersport.de

Die Redaktion wählt wöchentlich eine Frage aus, die Dr. Joachim Schubert auf reviersport.de beantworten wird.

Autor: Joachim Schubert

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