Der Champions-League-Sieger 2003 heißt AC Mailand. Die Mannschaft von Carlo Ancelotti besiegte in Manchester in einem rein italienischen Finale Juventus Turin mit 3:2 (0:0, 0:0) nach Elfmeterschießen.

AC Mailand gewinnt Champions League

29. Mai 2003, 11:09 Uhr

Der Champions-League-Sieger 2003 heißt AC Mailand. Die Mannschaft von Carlo Ancelotti besiegte in Manchester in einem rein italienischen Finale Juventus Turin mit 3:2 (0:0, 0:0) nach Elfmeterschießen.

Riesen-Triumph für den AC Mailand. Die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti ist nach einem 3:2 (0:0, 0:0)-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Juventus Turin Champions-League-Gewinner der Saison 2002/2003 und sicherte sich zum sechsten Mal nach 1963, 1969, 1989, 1990 und 1994 den Europapokal der Landesmeister. Den entscheidenden Strafstoß für Milan verwandelte der Ukrainer Andrej Schwetschenko. "Held des Abends" vor 63.215 Zuschauern im ausverkauften Stadion "Old Trafford" von Manchester war aber Mailands brasilianischer Torwart Dida, der drei Elfmeter parieren konnte. Nach 120 Minuten hatte es in dem über weitere Strecken hochklassigen Endspiel im "Theater der Träume" 0:0 gestanden. Milan tritt damit die Nachfolge von Rekord-Titelträger und Vorjahressieger Real Madrid an.

Paolo Maldini folgt seinem Vater

Milan tritt damit die Nachfolge von Rekord-Titelträger und Vorjahressieger Real Madrid an. Paolo Maldini nahm genau 40 Jahre nach seinem Vater Cesare als Spielführer des Mailänder Renommierklubs die Trophäe aus den Händen von UEFA-Präsident Lennart Johansson in Empfang.

Das von vielen Experten befürchtete Catenaccio traf nicht ein. Beide Teams waren bemüht, eine Entscheidung herbeizuführen, so dass sich ein sehr ansehnliches Endspiel in der traditionsreichen Arena in Manchester entwickelte. Dabei überraschte Milan mit seiner sehr flexiblen und abwechslungsreichen Spielweise. Mit ständigen Positionswechseln wurde "Juve" vor einige Probleme gestellt. Dabei zeichnete sich vor allem Rui Costa als fleißiger und lauffreudiger Mann im Mittelfeld aus. Im Angriff setzten Schewtschenko und sein Sturmparter Filippo Inzaghi die Akzente. Nur eine Glanzparade von Buffon (17.) nach einem Kopfball von Inzaghi verhinderte einen Rückstand der Turiner.

Juves Antonio Conte traf nur die Latte

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich der 27-malige italienische Meister besser in Szene setzen. Ein Schuss von Stürmerstar Del Piero (29.) leitete die schwungvollste Phase der Turiner vor dem Wechsel ein. Auf der linken Mittelfeldseite war es vor allem Gianluca Zambrotta, der mit schönen Einzelleistungen zu überzeugen wusste und eine große Chance für die Turiner vorbereiten konnte. Del Piero (43.) zwang im Anschluss den brasilianischen Schlussmann der Lombarden, Dida, zu einer Glanzparade. Der mit Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Antonio Conte besaß wenige Sekunden nach seinem Kommen die Chance zum Führungstor, doch sein Kopfball traf nur die Latte des Milan-Gehäuses. In der Verlängerung wurde von beiden Seiten überwiegend taktiert.

So fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen: Milans Schlussmann Dida parierte die Schüsse von David Trezeguet, Marcelo Zalayeta und Paolo Montero, während Alessandro Birindelli und Del Piero für Juventus Turin trafen. Auf der Gegenseite hielt Buffon gegen Clarence Seedorf und Kakha Kaladse, aber Serginho, Alessandro Nesta und Schewtschenko trafen zum Mailänder 3:2-Erfolg.

Dr. Markus Merk mit starker Vorstellung

Eine überzeugende Vorstellung bot in Manchester vor jeweils 20.000 "Juve"- bzw. Milan-Tifosi Schiedsrichter Markus Merk aus Kaiserslautern, der die Partie unauffällig leitete und in brenzligen Situationenn stets ein sicheres Händchen bewies.

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