Er ist ein Gelsenkirchener Junge, spielt seit zehn Jahren beim FC Schalke. Im Sommer könnte damit Schluss sein, denn Kevin Kisyna denkt über einen Wechsel nach.

Schalke II: Gelsenkirchener Junge vor Absprung

Kisyna denkt an Wechsel

hb
26. Februar 2008, 09:04 Uhr

Er ist ein Gelsenkirchener Junge, spielt seit zehn Jahren beim FC Schalke. Im Sommer könnte damit Schluss sein, denn Kevin Kisyna denkt über einen Wechsel nach. "Ich habe mir noch zwei Jahre Zeit gegeben, um im Fußball den Durchbruch zu schaffen.´

Hier auf Schalke sind die Chancen dazu leider nicht besonders groß", weiß der gerade 21 Jahre alt gewordene Mittelfeldkicker. Der Weggang vom Verein und aus seiner Heimatstadt würde ihm allerdings sehr schwer fallen. "Ich bin seit Kindesbeinen S04-Fan. Mein Vater Wolfgang hat mich damals mit ins Stadion genommen und natürlich habe ich auch als kleiner Junge in der blau-weißen Bettwäsche geschlafen", lebt Kisyna pure Identifikation mit dem Club vor.

Das Fußball spielen lernte er bei Rot-Weiß Wacker Bismarck, ehe er im zweiten D-Junioren-Jahr zum großen Nachbarn ging. Der Gewinn des DFB-Pokals 2005 und die Deutsche Meisterschaft 2006, jeweils mit der U19, waren die größten Erfolge in der Jugendzeit. Nebenbei machte er auf der Gesamtschule Berger Feld sein Abitur und durchlief das Schalker Fußball-Internat.
Seit der U15 ist er auch deutscher Nationalspieler, seine Karriere in den Nachwuchsteams des DFB wurde allerdings immer wieder von Verletzungen beeinträchtigt. "Ich habe leider nur vier Länderspiele gemacht, aber insgesamt 18 Einladungen absagen müssen", stöhnt Kisyna.

In der zweiten Schalker Mannschaft fasste er vor eineinhalb Jahren schnell Fuß, bevor ihn ein dreifacher Bänderriss im Sprunggelenk für fast drei Monate außer Gefecht setzte. In der laufenden Serie kam er bisher auf neun Einsätze, beim jüngsten 1:0 gegen Ahlens Reserve stand er in der Anfangself. "Es läuft gut, ich denke, dass wir den Aufstieg in die Regionalliga packen werden", glaubt Kisyna.

Dann wird er voraussichtlich seine sieben Sachen packen und "Hotel Mama", wo er es sich bis jetzt noch gut gehen lässt, verlassen. "Ich kenne zwar nichts anderes als Gelsenkirchen, aber falls ein gutes Angebot von einem Verein aus Nord- oder Süddeutschland kommen sollte, werde ich sicher nicht nein sagen", plant Kisyna seine Zukunft nicht auf Schalke.

Autor: hb

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