Thomas von Heesen hat bei seinem Einstand als Trainer des 1. FC Nürnberg das erhoffte Erfolgserlebnis verpasst. Der DFB-Pokalsieger verlor im Hinspiel der UEFA-Cup-Zwischenrunde beim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon trotz einer kämpferisch starken Leistung nach einem schweren Patzer von Torwart Jaromir Blazek mit 0:1 (0:1), hat aber trotzdem noch die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale.

Blazek-Patzer verdirbt von Heesen das Debüt

Alles drin für das Rückspiel

sid
14. Februar 2008, 23:40 Uhr

Thomas von Heesen hat bei seinem Einstand als Trainer des 1. FC Nürnberg das erhoffte Erfolgserlebnis verpasst. Der DFB-Pokalsieger verlor im Hinspiel der UEFA-Cup-Zwischenrunde beim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon trotz einer kämpferisch starken Leistung nach einem schweren Patzer von Torwart Jaromir Blazek mit 0:1 (0:1), hat aber trotzdem noch die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale.

Das Rückspiel gegen Lissabon findet am kommenden Donnerstag (21. Februar) statt. Der "Club" muss für ein Weiterkommen mit zwei Toren Unterschied gewinnen. Der Sprung in die Runde der letzten 16, in der der Sieger des Duells zwischen AEK Athen und dem FC Getafe warten würde, wäre für den 1. FCN der größte internationale Erfolg seit dem Halbfinal-Einzug im Pokalsieger-Wettbewerb 1963.

Von Heesen, der mit dem abstiegsgefährdeten "Club" 40 Stunden nach dem Abpfiff im "Estadio da Luz" am Samstag um 15.30 Uhr in der Bundesliga schon wieder bei Werder Bremen antreten muss, hatte erst am Dienstag die Nachfolge des entlassenen Hans Meyer angetreten. Vor 25.000 Zuschauern musste der frühere Nationalspieler aber mit ansehen, wie Keeper Blazek in der 43. Minute einen harmlosen 20-Meter-Schuss von Ariza Makukula zum 0:1 durch die Beine rutschen ließ.

Bis dahin präsentierte sich der neunmalige deutsche Meister, für den der Klassenerhalt in der Liga Priorität genießt, sehr einsatzfreudig und ohne Respekt vor dem portugiesischen Spitzenteam um Rui Costa. Der "Club" konnte das Spiel weitgehend offen gestalten. Nennenswerte Torchancen gab es allerdings auf beiden Seiten kaum, da auch Benfica keine spielerischen Mittel fand, um die gut gestaffelte Nürnberger Defensive zu knacken - bis Blazek den Gastgebern zur Führung verhalf.

Nach dem Wechsel waren die Gäste, die auf Zvjezdan Misimovic, Marek Mintal, Lars Jacobsen und Robert Vittek verzichten mussten, weiterhin bemüht, sich für die kommenden Aufgaben Selbstvertrauen zu holen. Letztendlich fehlte den gefällig agierenden Franken im Spiel nach vorne aber die Entschlossenheit und das Durchsetzungsvermögen gegen eine harmlose Mannschaft von Benfica, die keinen Glanz verbreiten konnte. Die beste Möglichkeit der Nürnberger durch Marco Engelhardt (74.) vereitelte Quim mit einer tollen Parade.

Autor: sid

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