Die Turngemeinde Essen-West ist erneut Stadtpokalsieger. Im Duell der Pokal-Gewinner aus den Fußballkreisen 12 und 13 setzte sich die Tgd. gegen den FC Kray mit 1:0 (0:0) durch. Trotz guter Kulisse und frühlingshafter Temperaturen hatten die Landesligisten rein fußballerisch jedoch wenig Herzerfrischendes im Angebot. Zudem waren sich rückblickend sogar beide Seiten einig: Das Ergebnis ging eigentlich nicht in Ordnung.

Stadtpokal-Endspiel: Tgd. Essen-West - FC Kray 1:0 (0:0)

Priester hadert mit der Chancenverwertung

Aaron Knopp
10. Februar 2008, 21:19 Uhr

Die Turngemeinde Essen-West ist erneut Stadtpokalsieger. Im Duell der Pokal-Gewinner aus den Fußballkreisen 12 und 13 setzte sich die Tgd. gegen den FC Kray mit 1:0 (0:0) durch. Trotz guter Kulisse und frühlingshafter Temperaturen hatten die Landesligisten rein fußballerisch jedoch wenig Herzerfrischendes im Angebot. Zudem waren sich rückblickend sogar beide Seiten einig: Das Ergebnis ging eigentlich nicht in Ordnung.

"Ein Unentschieden wäre wohl gerechter gewesen", zuckte Arndt Krosch, Sportlicher Leiter der Tgd., mit den Schultern. Auf ein torloses Remis, zumindest in der regulären Spielzeit, hatten sich die meisten unter den rund 300 Zuschauern auch bereits eingestellt, als Kevin Puhan einen bösen Patzer im Aufbauspiel der Krayer Hintermannschaft nutzte, alleine auf Torwart Marwan Allouche zusteuerte und den "Western" mit einem schönen Heber über den Keeper den Stadtpokalsieg sicherte. (87.)
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/314-6400_preview.jpeg Lange hielt der FC Kray die Hausherren in Schach.[/imgbox]
"So ein Fehler darf uns natürlich nicht passieren", schüttelte FCK-Coach Wolfgang Priester den Kopf. Zumal seine Jungs für ihn bis dahin das bessere Spiel abgeliefert hatten. "Wir waren die bessere Mannschaft, haben die klareren Chancen gehabt und deshalb geht das Ergebnis so eigentlich nicht in Ordnung." Vor allem die Gelegenheit durch Björn Matzel (39.) dürfte dem Trainer wohl noch immer Kopfschmerzen bereiten. Zwar tanzte der Stürmer Tgd.-Keeper Martin Trener mustergültig aus, zeigte im Abschluss aber Nerven, traf ans Außennetz statt ins leere Tor!

Umso ärgerlicher für die Truppe von der Buderusstraße, da Torraumszenen in den 90 Minuten Seltenheitswert besaßen. Die beiden Teams neutralisierten sich weitgehend und waren zunächst darauf bedacht, vor dem eigenen Tor keine Fehler zu begehen. Vor allem der FCK war sehr defensiv ausgerichtet und erstickte die Angriffswellen der Tgd. mit konsequenter Deckungsarbeit. Nach vorn ging es meist nur bei Kontern, dann wurde es jedoch oft gefährlich.

So gewannen die Hausherren am Ende zwar glücklich, wurden aber für etwas mehr Offensiv-Geist und die bessere Chancenverwertung belohnt. Krosch konnte sich somit "zum Abschied" den bei den Hallen-Stadtmeisterschaften bereits nur knapp verpassten Titel sichern, ehe der Sportliche Leiter im Sommer seinen Platz beim Landesligisten räumt. "Es hat zwar etwas gedauert, aber jetzt freue ich mich natürlich über den Cup", strahlte der künftige Trainer des B-Ligisten SC Phönix Essen.

Autor: Aaron Knopp

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