Wo RuWa Dellwig mitmischt, wird es spannend. Meist sind es die letzten Partien gegen Ende der Saison, gerne auch mal der finale Spieltag: Abstiegsendspiele - zittern bis zum Schluss. Wenn auch auf den sprichwörtlich

RuWa Dellwig: Erst Umbruch, dann Angriff

"Die jungen Fohlen wollen geführt werden"

Aaron Knopp
28. Januar 2008, 15:36 Uhr

Wo RuWa Dellwig mitmischt, wird es spannend. Meist sind es die letzten Partien gegen Ende der Saison, gerne auch mal der finale Spieltag: Abstiegsendspiele - zittern bis zum Schluss. Wenn auch auf den sprichwörtlich "letzten Drücker", dem Bezirksligisten gelang immer wieder der Klassenerhalt. Nach dem Rettungs-Thriller der vergangenen Saison machte Trainer Manni Birkenkamp jedoch Schluss und Platz für einen neuen, nervenstarken Mann. Jo Nühlen sollte den Weg in sichere Tabellen-Gefilde weisen. Nach der Hinrunde steht man jedoch, wie gewohnt, unten.

Wie so oft würde es aber auch diesmal wieder reichen. Ein Pünktchen trennt den aktuellen Liga-Dreizehnten von den Abstiegsrängen. "Wenn man sich die Spielverläufe anschaut, müssten wir aber eigentlich den ein oder anderen Zähler mehr haben", erklärt Fußball-Abteilungsleiter Uwe Linka. Nicht nur deshalb steht er trotz der gefährlichen Tabellensituation vollends hinter Trainer Nühlen. "Jo leistet hervorragende Arbeit. Wir glauben nicht an den Abstieg", unterstreicht der Funktionär, ergänzt aber dessen ungeachtet: "Wir würden mit Jo auch in die Kreisliga gehen." Daher haben die Dellwiger sich mit dem Coach bereits auf eine Vertragsverlängerung um ein Jahr geeinigt.

Vor dem Klassenerhalt steht auf dessen Agenda jedoch ohnehin erstmal der Abschluss des personellen Umbruchs beim Bezirksligisten: Stark verjüngt und mit einigen neuen Kräften an Bord ging es in die Saison. Zumindest den Teambuilding-Prozess hat Nühlen dem Vernehmen nach bereits zur Winterpause erfolgreich abgeschlossen. „Wir sind eine echte Einheit geworden, jeder der Jungs fühlt sich wohl“, nickt der Abteilungsleiter, „aber die jungen Fohlen wollen natürlich auch geführt werden, einige wollten ja vor der Saison schon ganz hoch hinaus.“

Dass hier und da noch kräftig auf die Bremse getreten wird, ist nur zu verständlich. Dass es irgendwann einmal mehr als nur der Klassenerhalt sein soll, ist indes aber auch ein offenes Geheimnis. „Das war ja schon vor der Serie unser Ziel“, erinnert sich Linka. „In naher Zukunft wollen wir irgendwann im oberen Drittel angreifen und dann mal ganz langsam schauen.“ Aufstiegskampf mit RuWa? Für Spannung wäre sicherlich gesorgt.

Autor: Aaron Knopp

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