Während seine Talent-Kollegen Mirko Boland und Tufan Tosunoglu zum Aufgebot der MSV-Profis zählen, die gegen Offenbach den ersten Freiluft-Test absolvierten, befand sich Georges Ndoum bei Nieselregen und eisigem Wind in der ungeliebten Zuschauer-Rolle. Drei Monate wurde der Duisburger Verteidiger von der Verbandsspruchkammer gesperrt, weil er im Dezember beim Heimspiel gegen den Wuppertaler SV Borussia nach dem Schlusspfiff die Nerven verloren hatte.

MSV II: Gespräche mit Tufan Tosunoglu angekurbelt

Ndoum drei Monate weg!

tt
16. Januar 2008, 09:06 Uhr

Während seine Talent-Kollegen Mirko Boland und Tufan Tosunoglu zum Aufgebot der MSV-Profis zählen, die gegen Offenbach den ersten Freiluft-Test absolvierten, befand sich Georges Ndoum bei Nieselregen und eisigem Wind in der ungeliebten Zuschauer-Rolle. Drei Monate wurde der Duisburger Verteidiger von der Verbandsspruchkammer gesperrt, weil er im Dezember beim Heimspiel gegen den Wuppertaler SV Borussia nach dem Schlusspfiff die Nerven verloren hatte.

Ndoum schlug dem Unparteiischen den Ball aus der Hand, um kurz danach volley auf das Schiedsrichter-Gespann abzufeuern. Frust pur, der eine kräftige Strafe nach sich zog. Dabei hätte es sogar noch schlimmer kommen können, nach Attacken gegen "Schwarzkittel" wird grundsätzlich rigoros durchgegriffen. "Grobe Unsportlichkeit" lautet die Begründung für das Kaltstellen des Kameruners, der mit dem U23-Team seines Heimatlandes die Olympia-Qualifikation gepackt hat und für die Zebras zwei Bundesliga-Nominierungen vorweisen kann.

"Eigentlich", sagt Ndoum, "war 2007 kein schlechtes Jahr für mich, nur das Ende war ziemlich unglücklich. Ich finde das Urteil schon ziemlich hart, weil ich den Schiedsrichter ja auch gar nicht treffen wollte. Es war insgesamt ein sehr hektisches Spiel mit mehreren diskussionswürdigen Szenen. Trotzdem darf mir so etwas nicht passieren, ich muss daraus lernen."

Beim MSV arbeitet man daran, Georges Ndoum zumindest für Freundschafts-Partien der Lizenz-Mannschaft einsatzbereit zu bekommen, wobei die Chancen dafür eher gering sein dürften. Ndoum: "Vielleicht klappt es, dann wäre die Zeitspanne bis zum Frühjahr nicht ganz so lang." Weiterer zu klärender Aspekt: Darf der Verteidiger international auflaufen? Ende Februar trifft Kamerun auf Botswana, der Ex-Gladbacher zählt unter normalen Umständen zum Aufgebot.

Innerhalb von zehn Tagen besteht für den MSV nach der Urteilsverkündung die Möglichkeit zur Berufung. Kommt von der Westender Straße kein entsprechendes Signal, tritt das gesprochene Urteil in Kraft. Da Ndoums Vertrag im Sommer endet, läuft ihm etwas die Zeit davon. "Ich möchte mich natürlich weiter empfehlen", sagt er. Momentan kann er das nur über Trainings-Fleiß tun. Unterdessen wurden die Gespräche mit Knipser Tufan Tosunoglu (14 Treffer im ersten Senioren-Jahr) angekurbelt. "Wir wollen ihn natürlich halten", sagt Chef-Scout Dieter Mertens und schiebt nach: "Allerdings muss Tufan leistungsmäßig dranbleiben. Wir erwarten in der neuen Saison eine Bestätigung."

Autor: tt

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